Schnupfen, Fieber, Sodbrennen, Durchfall, Sonnenbrand: Krankheiten kennen keinen Urlaub. Gut, wenn dann die Reiseapotheke richtig gepackt ist und die Arzneimittel parat sind. Was unbedingt mit muss, erklären die Experten der Stiftung Warentest.
Im Ernstfall lassen sich am Urlaubsort die richtigen Arzneimittel oft nicht so schnell auftreiben, zum Beispiel wegen Sprachschwierigkeiten, weil es keine Apotheke in der Nähe gibt oder kein geeignetes Medikament auf Lager liegt. In manchen Ländern, vor allem in Afrika und Asien, gibt es auch Probleme mit gefälschten Medikamenten.
Eine typische Reiseapotheke enthält überwiegend rezeptfreie Medikamente, um leichtere Leiden zu lindern. Was mit muss, ist individuell verschieden und hängt vom Gesundheitszustand, bekannten Empfindlichkeiten, vom Ziel und den geplanten Aktivitäten ab.
Unbedingt mit müssen Arzneimittel, die regelmäßig eingenommen werden, am besten etwa in doppelter Menge. Auch sinnvoll ist ein Privatrezept oder eine Notiz, mit deutschem Namen, Wirkstoff und Dosis. Nicht fehlen sollten auch Mittel gegen Fieber und Schmerzen, Desinfektionsmittel, Sonnen- und Mückenschutz, Heftpflaster, Fieberthermometer und eine Pinzette zum Entfernen von Splittern und Zecken.
Steht nichts anderes in der Packungsbeilage, sind Medikamente bevorzugt bei etwa 18 bis 25 Grad zu lagern. Sie gehören nie in die pralle Sonne. Feste Arzneiformen, vor allem Tabletten, sind nicht so empfindlich wie Zäpfchen, Salben, Cremes, Gele oder Lösungen. Im Flugzeug reisen Medikamente am besten im Handgepäck, vor allem lebenswichtige und kälteempfindliche.
Alle Informationen über den Test finden sie auf test.de sowie in der Ausgabe 07/2011 der Zeitschrift "test".