Startseite

Ölhaltige Farben auf Verpackungen werden verboten

Mineralöl-Rückstände in Adventskalendern haben Verbraucher in der Vorweihnachtszeit aufgeschreckt. Nun reagiert das Verbraucherministerium. Als Risikoquelle wurden ölhaltige Druckfarben ausgemacht.

  Getrübte Vorfreude: In der Schokolade einiger Adventskalender wurden Mineralöle festgestellt. Das soll nun aufhören.

Getrübte Vorfreude: In der Schokolade einiger Adventskalender wurden Mineralöle festgestellt. Das soll nun aufhören.

Das Bundesverbraucherministerium plant strengere Vorschriften, damit Mineralöl-Rückstände aus Verpackungen nicht in Lebensmittel gelangen. Ölhaltige Druckfarben sollen deshalb verboten werden, wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte. Der Vorstoß ist eine Reaktion auf eine Untersuchung der Stiftung Warentest, die kürzlich in der Schokolade mancher Adventskalender Spuren von Mineralöl entdeckt hatte.

Für Packungen aus Recyclingpapier sollen gesundheitsschützende Höchstmengen für die Übertragung von Mineralöl auf Lebensmittel festgelegt werden. Beide Verordnungen sollen so bald wie möglich umgesetzt werden, wofür aber noch eine amtliche Nachweismethode erarbeitet werden muss.

Foodwatch: Nicht auf Grenzwerte warten

Die Verbraucherorganisation Foodwatch forderte die Überwachungsbehörden auf, nicht auf kommende Grenzwerte zu warten. Von Herstellern, die Recycling-Kartons verwenden, müssten Nachweise über die Unbedenklichkeit der Verpackungen verlangt werden. Werde dies nicht belegt, müsse die Ware aus den Läden geräumt werden.

Der Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) warf die Organisation vor, zu zögerlich gegen Mineralölrückstände in Lebensmitteln vorzugehen. Nach der Veröffentlichung des Tests der Stiftung Warentest am Montag sei der Ministerin "wieder eingefallen", dass bei ihr seit mehr als zwei Jahren eine Verordnung zu Grenzwerten in der Schublade liege, kritisierte Foodwatch-Vizegeschäftsführer Matthias Wolfschmidt am Donnerstag. Den Verbrauchern hätten die krebsverdächtigen Substanzen, die nicht nur in Adventskalendern steckten, längst "erspart" werden können.

"Höchstmenge" müsse bei "Null" liegen

Foodwatch kritisierte, dass im Entwurf der Mineralöl-Verordnung von "Höchstmengen" für krebsverdächtige aromatische Kohlenwasserstoffe die Rede ist. In einer vorherigen Fassung des Text habe es noch geheißen, dass solche Substanzen "nicht nachweisbar" sein dürften, erklärte Wolfschmidt. Die "Höchstmenge" bei aromatischen Kohlenwasserstoffen dürfe aber nur bei "Null" liegen, forderte er. "Denn unbedenkliche Mengen gibt es hier nicht."

Die Stiftung Warentest hatte am Montag einen Test veröffentlicht, in dem sie in den Schokostückchen aus 24 Adventskalendern Rückstände aus Mineralölen und ähnlichen Substanzen nachwies. In neun Kalendern enthielten die Schokostücke laut Stiftung sogar besonders kritische Stoffe, und zwar aromatische Mineralöle. Wahrscheinlich stammen die Öle aus dem Verpackungskarton. Dieser wird laut Stiftung häufig aus Recycling-Papier hergestellt, das mit mineralölhaltigen Farben bedruckt ist.

dho/AFP/DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools