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Wer viel träumt, kann sich Dinge besonders gut merken - das galt bislang als goldene Schlafregel. Eine Studie beweist: Es geht auch ohne Traum. Womöglich müssen die Lehrbücher nun umgeschrieben werden.
Zum Lernen ins Bett: Wer Tennis lernt oder Tango, Fußball oder Fandango, sollte träumen - der Schlaf sorgt dafür, dass Bewegungen gut erinnert werden.
Ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir einfach. Warum das so ist, wissen Forscher bis heute nicht. Sicher ist nur: Schlaf hält das Gedächtnis fit, repariert den Körper und erhält die Potenz. Der Schlummer macht uns glücklich, gesund und schlau.
Seit Sigmund Freud betrachten viele Menschen Träume als verschlüsselte Wünsche. Allan Hobson, der "Traumpapst", hat diese Theorie ins Wanken gebracht. Im stern.de- Interview erklärt er, warum Träume keine geheimen Botschaften enthalten und wieso wir schon im Mutterleib träumen.
Machen Kinder die Nacht zum Tag, sieht man das auch den Eltern an: Bei Babys, die erst ein paar Monate alt sind, gehören Augenringe bei Vater und Mutter dazu. Später können Sie Ihrem Sprößling beibringen, wie er abends alleine einschläft und nachts nicht wach wird.
Eine verschlüsselte Botschaft aus dem Unbewussten - das war der Traum für den Psychiater Sigmund Freud. Hirnforscher von heute sehen das nüchterner: Sie halten Träume für sinnlose Gespinste, die das Gehirn nachts gebiert.
Gewitter toben in unserem Gehirn, wenn uns die Schwärze des Schlafs umfängt. Doch unser Körper liegt reglos. Nur in bestimmten Schlafstadien zucken die Beine, rollen die Augäpfel, seufzen die Münder. Das Ganze folgt einem unsichtbaren Dirigenten - er bestimmt, wann wir träumen und wann wir wie in Trance dahindämmern.
REM-Schlaf ist ja wie Festplatte defragmentieren, man geht die Ereignisse blitzschnell (deshalb auch die schnelle Bewegung der Augen, die die Erinnerungen nachverfolgen) nochmal durch und ordnet das dann sinnvoll im Gehirn (und Unwichtiges schmeisst man raus und gibt so neuen Speicherplatz frei¶Dr. Heribert Snuggles, Umpfing
Mit etwas Geduld können Sie lernen, Ihre Träume zu lenken - wie Filme, in denen Sie Regie führen. Das kann gegen Albträume helfen, vielleicht auch gegen Phobien und Süchte.
Im Tierreich ist sie eine Überlebensstrategie, und auch uns Menschen verhilft sie in vielen Situationen zum Erfolg: Unberechenbarkeit. Verhaltensforscher verzweifeln manchmal an ihr.
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