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Was bei einem Hirnschlag passiert und wer besonders gefährdet ist

Roger Cicero ist an den Folgen eines Hirnschlages gestorben. Was sind die Symptome? Welche Risikofaktoren gibt es? Und was ist im Notfall zu tun? Die wichtigsten Fragen im Überblick.

  Trauer um Roger Cicero: Der Jazz-Sänger starb an den Folgen eines Schlaganfalls

Trauer um Roger Cicero: Der Jazz-Sänger starb an den Folgen eines Schlaganfalls

Schlaganfall oder Hirnschlag – was ist das eigentlich?

Bei einem Schlaganfall werden Teile des Gehirns nicht mehr ausreichend durchblutet und verlieren ihre Funktion. Es kommt zu Lähmungen und Ausfällen. Schlaganfälle können verschiedene Ursachen haben: In rund 80 bis 85 Prozent aller Fälle sind sie auf verstopfte Blutgefäße im Gehirn zurückzuführen. Die sogenannten Hirnarterien können durch ein Blutgerinnsel oder eine Gefäßverkalkung verschlossen werden. Man spricht dann von einem sogenannten Hirninfarkt oder Hirnschlag. Dabei handelt es sich um die häufigste Form des Schlaganfalls.


Als weitere Ursache kommen Blutungen infrage. Nach Angaben der Deutschen Schlaganfall Hilfe sind sie für etwa 15 bis 20 Prozent aller Krankheitsfälle verantwortlich. Sie entstehen, wenn Gefäße im Inneren des Gehirns platzen und Blut in das Gewebe austritt. Meist sind diese Arterien durch Verkalkungen vorgeschädigt, auch hoher Blutdruck kann das Aufreißen der Gefäßwand begünstigen.

Sind Schlaganfälle nicht eigentlich eine Erkrankung des Alters?

Nein, nicht ausschließlich. Anders als oft vermutet wird, können sie auch bei jungen Menschen auftreten. Zwar erkranken Menschen über 70 Jahren weltweit am häufigsten. Die Deutsche Schlaganfall Hilfe schätzt allerdings, dass etwa fünf bis zehn Prozent aller Schlaganfälle Menschen unter 50 Jahren treffen. Pro Jahr entspräche das etwa 9000 bis 14000 Fällen in Deutschland.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Das Alter zählt neben der erblichen Vorbelastung zu den Risikofaktoren, die nicht beeinflussbar sind. Auch Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und Alkoholkonsum können Schlaganfälle begünstigen. Ein ungesunder Lebensstil erhöht das Risiko für Arteriosklerose, der Verkalkung von Blutgefäßen. In der Folge können sich leichter Blutgerinnsel bilden.

Welche Symptome deuten auf einen Schlaganfall hin?

Ein Schlaganfall äußert sich oft in der Lähmung eines Fußes, einer Hand oder einer gesamten Körperhälfte. Die Störung kann auch das Gesicht betreffen: Es wirkt schief, der Mundwinkel hängt, das Augenlid ist einseitig geschlossen. Zusätzlich können Sprachstörungen, Schluckbeschwerden, Schwindel, Gangunsicherheit und heftige Kopfschmerzen auftreten. Im schlimmsten Fall drohen Bewusstlosigkeit und ein Kreislaufzusammenbruch.

Was ist im Notfall zu tun?

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall muss umgehend der Rettungsdienst unter dem Notruf 112 verständigt werden. Informieren Sie bereits die Rettungsleitstelle über die Symptome und weisen Sie auf den Verdacht eines Schlaganfalls hin. Erkrankte befinden sich in einer potenziell lebensbedrohlichen Lage und benötigen sofortige ärztliche Behandlung. Durch rasches Handeln können Gehirnzellen vor dem Absterben bewahrt werden – daher zählt jede Minute. Bis zum Eintreffen des Notarztes müssen Puls und Atmung überwacht werden. Wichtig: Geben Sie Erkrankten nichts zu trinken oder zu essen. Unter Umständen kann der Schluckreflex gestört sein, daher droht Erstickungsgefahr.

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