Der Schmerz kommt mit einem Schlag

Die Symptome sind deutlich: Beim Hexenschuss krümmt ein heftiger Schmerz den Körper in eine gebückte Haltung. Leider verschwindet das Gefühl nicht, wenn der Rücken geschont wird.

Ursachen

Es ziept in der Lende, es drückt beim Sitzen, das Kreuz tut einfach weh. Doch woran liegt das? Darauf gibt es keine einfache Antwort. Kreuzschmerzen können viele Ursachen haben. Aber Sie müssen kaum befürchten, ernsthaft krank zu ein.

Oft lösen verspannte Muskeln die Schmerzen aus. Wenn Sie stundenlang am Schreibtisch sitzen und sich kaum bewegen, tun Sie Ihrem Rücken nichts Gutes. Dann verkümmern die stützenden Bauch- und Rückenmuskeln und die Gelenke rosten ein. Das quittiert das Kreuz mit Schmerzen.

Ebenso kann zu viel Anstrengung dem Rücken schaden. Die Muskeln verspannen und verhärten sich. Dadurch werden sie schlechter durchblutet und mit weniger Sauerstoff versorgt. Sie geben dann das Signal, so genannte Prostaglandine auszuschütten. Das sind körpereigene Substanzen, die Schmerzen auslösen.

Je älter ein Mensch, desto verschlissener das Rückgrat

Auch Verschleiß kann eine Rolle spielen. Es ist völlig normal, dass die Bandscheiben mit dem Alter abschmirgeln und die Wirbelgelenke unbeweglicher werden. Bei manchen Menschen geht das schneller als bei anderen.

Wie anfällig ein Mensch für Verschleiß-Prozesse ist, bestimmen zu einem großen Teil die Gene. Genauso einen großen Anteil hat aber auch die Art und Weise, wie Sie Ihr Leben führen: Schwere körperliche Arbeit oder zu wenig Bewegung können die Abnutzung beschleunigen. Das muss nicht automatisch zu Schmerzen führen - nicht jeder spürt, das seine Wirbelsäule abgenutzt ist. Aber der Verschleiß kann Kreuzschmerzen auslösen oder verschlimmern.

Manchmal bleibt der Schmerz, weil der Mensch sich schont

Meistens verschwinden die Schmerzen recht schnell wieder. Aber bei zwei bis sieben Prozent der Geplagten werden sie chronisch. Dafür gibt es mehrere Gründe. Einerseits tun manche aus Angst vor Rückenschmerzen genau das Falsche: Sie vermeiden viele Bewegungen. So entsteht ein Teufelskreis. Aus Vorsicht nehmen sie ständig eine Schonhaltung an und die Muskeln verspannen sich dauerhaft.

Andererseits kann sich ein Schmerzgedächtnis entwickeln. Werden die Nerven ständig mit Schmerzsignalen bombardiert, dann brennt sich die Information regelrecht ins Gehirn ein. Mit der Zeit sind die Nerven so empfindlich, dass schon eine kleine Berührung schmerzen kann. Im schlimmsten Fall tut es sogar ohne jeden Grund weh. Bei chronischen Schmerzen mischt übrigens auch die Seele mit: Ängste, Sorgen und Stress setzen die Muskeln unter Dauer-Spannung.

Taube Beine sind ein Fall für den Arzt!

Wenn sich Ihre Beine wie taub anfühlen oder wenn Sie Teile Ihrer Füße vielleicht nicht mehr spüren, dann ist das ein Alarmzeichen. Auch wenn Sie Probleme beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang haben, sind das Warnhinweise. Möglicherweise bemerken Sie auch Taubheitsgefühle an den Genitalien. Gehen Sie in solchen Fällen zum Arzt!

Denn es könnte sein, dass eine Nervenwurzel eingequetscht ist oder das verlängerte Rückenmark eingeengt ist, möglicherweise ist auch ein Wirbel gebrochen. Das sind orthopädische Notfälle. Zögern Sie nicht, den Notarzt zu rufen! Wenn Sie selbst in Krankenhaus wanken, wird die Sache womöglich noch schlimmer.

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