Der Schmerz kommt mit einem Schlag

Die Symptome sind deutlich: Beim Hexenschuss krümmt ein heftiger Schmerz den Körper in eine gebückte Haltung. Leider verschwindet das Gefühl nicht, wenn der Rücken geschont wird.

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Therapie

Oft sind verspannte Muskeln oder unbewegliche Wirbelgelenke mitverantwortlich für den stechenden Schmerz in Ihrem Kreuz. Entsprechend sollte die Behandlung aussehen: Muskeln lockern, Blockaden lösen und dem Rücken neue Stabilität verleihen.

Mit Bettruhe erreichen Sie das nicht. Zwar kann es sein, dass die Schmerzen nachlassen, wenn Sie liegen. Doch es ist besser, so bald wie möglich wieder aktiv zu werden. Gehen Sie zum Beispiel regelmäßig spazieren. Das lockert Ihre Muskeln, die Bewegungen sorgen dafür, dass Ihr gesamtes Gewebe besser durchblutet wird und die Bandscheiben wieder mehr Nährstoffe bekommen. Sie werden sich wundern: Die Schmerzen verschwinden dann oft von allein. Bei akuten Schmerzen hilft manchmal schon eine Wärmflasche, ein Heizkissen oder ein wärmendes Pflaster. Dadurch entspannen sich die Muskeln.

Profi-Hände allein helfen nicht gegen den Schmerz

Viele denken, eine Massage könne Schmerzen einfach verschwinden lassen - schön wär’s. Wenn Sie sich nicht selbst bewegen, ist die Pein schnell wieder da. In den ersten vier bis sechs Wochen kann Chirotherapie helfen. Speziell dafür ausgebildete Ärzte dehnen dabei die Gelenkkapseln an der Wirbelsäule. Das kann Blockaden lösen und die Gelenke beweglicher machen. In der Folge verschwindet auch der Schmerz langsam.

Diese chirotherapeutischen Handgriffe dürfen aber nur eingesetzt werden, wenn keine Nervenwurzeln an den Rückenschmerzen beteiligt sind. Dauern die Schmerzen länger als vier Wochen, können Massagen hilfreich sein. Sie ersetzen aber nicht die aktive Bewegung.

Haben Nebenwirkungen: Pillen gegen die Pein

Leichte Schmerzmittel lindern den Schmerz und führen aus dem Teufelskreis zwischen Schonhaltung und Verspannung heraus. Paracetamol ist der Wirkstoff der ersten Wahl. Diese Tabletten bekommen Sie in der Apotheke.

Bei sehr starken Schmerzen kann Ihr Arzt Medikamente aus der Gruppe der so genannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) verordnen. Dazu gehören beispielsweise die Wirkstoffe Diclofenac und Ibuprofen. NSAR helfen zwar gut gegen Rückenschmerzen, sie können aber, unter anderem, Magen- und Nierenprobleme verursachen.

Lassen Sie die Seele nicht außer Acht. Gerade bei chronischen Schmerzen kann eine Therapie helfen, zum Beispiel ein Verhaltenstraining. So lernen Sie, Ihre negativen Gefühle, Ängste und Sorgen zu bewältigen und mit belastenden Situationen besser umzugehen.

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