Bloß nicht stillhalten!

Sitzt uns der Stress im Nacken, bekommen wir manchmal schon am nächsten Morgen die Quittung: Der Hals ist steif, der Kopf lässt sich schlecht drehen, die Schmerzen ziehen bis in die Schultern.

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Drehen und wenden: Bewegung hilft am besten gegen einen steifen Hals©

Der Nacken nimmt schnell etwas übel: einen ganz Tag lang angespanntes Hocken vor dem Rechner, langes Autofahren mit stierem Blick auf die Straße oder Zugluft im Bett. Sogar Beziehungsprobleme können den Hals so steif werden lassen, dass er weh tut. Manchmal bleiben die Schmerzen nicht auf die Strecke des Nackens beschränkt, sondern reichen bis in die Schultern oder Arme. Sogar der Kopf kann wegen eines verspannten Halses weh tun. Mitunter können Nackenschmerzen so schlimm sein, dass jede Kopf- und Halsdrehung unmöglich wird.

Dahinter stecken meistens verspannte Muskeln. Warum die Muskulatur des Nackens hart und härter wird, kann verschiedene Gründe haben, meist sind gleichförmige Bewegungen oder eine falsche Haltung die Ursachen. Auch lang anhaltender seelischer Stress kann die Muskelspannung im Hals verstärken. In vielen Fällen bleibt aber unerfindlich, woher die Pein kommt.

Sorgen sitzen uns oft im Nacken

Stress und Sorgen im Job beschweren bekanntermaßen das Päckchen auf der Schulter. Auch schwere körperliche Arbeit, wie sie Bauarbeiter und Krankenschwestern leisten, tut dem Nacken nicht gut. Über Schmerzen in diesem Bereich klagen häufig auch Schwangere sowie übergewichtige und ältere Menschen. Etwa ein Drittel bis die Hälfte aller Erwachsenen weltweit haben es mindestens einmal im Jahr im Nacken - Frauen häufiger als Männer.

Glücklicherweise verschwinden akute, also plötzlich aufgetretene Nackenschmerzen meist schon nach wenigen Tagen oder Wochen. Doch bei etwa einem Drittel aller Betroffenen kehren die Beschwerden wieder oder sie dauern länger als drei Monate - das heißt, sie werden chronisch.

Vielleicht bekommen Sie ihre Beschwerden mit Wärme, entsprechenden Übungen oder Schmerzmitteln selbst in den Griff. Sie sollten jedoch zum Arzt gehen, wenn Sie fiebern oder an Gewicht verlieren. Dasselbe gilt, wenn Sie über lange Zeit cortisonhaltige Medikamente eingenommen haben oder einen Tumor hatten - hinter Ihren Beschwerden könnte eine ernste Krankheit stecken. Zur Hausärztin sollten Sie ebenfalls gehen, wenn Sie Ihre Hände nicht richtig bewegen können oder an den Armen wärme- und kälteunempfindlich werden.

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