Atemstillstand - mitten in der Nacht

Auf einmal stockt nachts der Atem - zehn Sekunden, dreißig Sekunden, eine Minute - und kommt dann mit einigen hektischen Luftschnappern wieder in Gang. Doch Schlaf-Apnoe kann krank machen.

Therapie

Bei fast allen Schlafproblemen spielt auch der Lebensstil eine Rolle. Das ist beim Atemstillstand des Nachts nicht anders. So machen Wein, Bier und Nikotin die Sache schlimmer, möglicherweise verursachen Sie Ihre Atemnot sogar. Auch Schlaftabletten und Beruhigungsmittel können den Atem während des Schlafs stocken lassen. Sollten Sie Übergewicht haben, können Sie versuchen, abzunehmen.

Manchen Menschen steht der Atem während des Schlafs nur dann still, wenn sie auf dem Rücken liegen. Spezielle Westen und Rucksäcke können diese ungute Position verhindern: Sie werden nachts getragen oder umgeschnallt. Kaum drehen Sie sich auf den Rücken, wird es Ihnen unbequem, automatisch werden Sie sich wieder auf die Seite rollen - davon merken Sie während Ihres Schlummers aber nichts.

Biss-Schienen halten Fleisch und Knochen in Stellung

Bei leichter und mittelschwerer Schlaf-Apnoe können spezielle Biss-Schienen verhindern, dass der Unterkiefer nach hinten rutscht und schlaffes Gewebe den Rachen verstopft. Diese Schienen passt ein Zahnarzt genau an Ihren Mund und Ihre Zähne an. Ob eine solche Spange bei Ihnen funktioniert, können Sie mit einer provisorischen Schiene ausprobieren. Sie ist aus Kunststoff und passt sich genau an Ihre Zähne an, wenn Sie sie zuvor in warmes Wasser getaucht haben.

Bei schweren Fällen wirkt die Überdruck-Methode am besten, dafür brauchen Sie ein so genanntes CPAP-Gerät. Die Abkürzung steht für continuous positive airway-pressure - kontinuierlichen, positiven Atemweg-Druck. Das Gerät ist etwa so groß wie ein Schuhkarton und funktioniert umgekehrt wie ein Staubsauger. Sie stülpen eine Maske über Ihre Nase, in der Maske endet ein Schlauch. Er bläst kontinuierlich Raumluft in Ihren Rachen. Manche Menschen brauchen allerdings eine gewisse Zeit, bis sie ein Gerät finden, mit dem sie gut zurechtkommen und gut schlafen können.

Ein Arzt kann das störende Gewebe im Rachen auch entfernen - mit dem Laser oder mit einem Skalpell. Allerdings sind die Erfolge bisher nicht überzeugend. Aber in manchen Fällen kann eine solche Operation die Atemwege so frei machen, dass ein Überdruckgerät funktioniert.

Bei zentraler Schlaf-Apnoe, also Atemstillständen, die vom Stammhirn ausgehen, hilft ein spezielles Beatmungsgerät. Es pustet nicht nur die Atemwege auf, sondern beatmet ähnlich wie ein OP-Gerät.

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