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Gelähmt und ohne Narkose auf dem OP-Tisch

In Österreich wurde eine Frau irrtümlich zeitweilig ohne Narkose operiert. Die Frau konnte nicht um Hilfe bitten, weil man ihr zuvor eine Muskel-lähmende Substanz verabreicht hatte.

In Österreich ist eine Frau irrtümlich zeitweilig ohne Narkose operiert worden. Die Patientin sei während einer Operation am Unterleib 45 Minuten lang versehentlich nicht am Narkoseschlauch angeschlossen gewesen, berichtete die Wiener Tageszeitung "Kurier" am Montag. Die Frau habe aber nicht um Hilfe bitten können, weil ihr vor dem Eingriff von den Ärzten eine die Muskulatur lähmende Substanz verabreicht worden sei.

Eine Sprecherin des Krankenhauses Klagenfurt bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters den Vorfall, nannte jedoch keine Einzelheiten. Die Patientin habe eine Klage gegen die Klinik eingebracht und fordere ein Schmerzensgeld von 70.000 Euro.

Der "Kurier" berichtete, die Frau habe während der Operation vergeblich versucht, mit Hilfe der Augen auf ihre verzweifelte Lage aufmerksam zu machen. Erst als die zuständige Narkoseärztin während des Eingriffs abgelöst worden sei, habe deren Vertreterin bemerkt, dass die Patientin im Wachzustand war. Das Krankenhaus habe der Patientin zunächst 5000 Euro Schmerzensgeld angeboten, deren Anwalt habe den Betrag jedoch als lächerlich abgelehnt, hieß es in dem Bericht. Die Frau leide seit der Operation an schweren psychischen Qualen.

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