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4. November 2009, 15:56 Uhr

H1N1 fordert neuntes Todesopfer

Die Zahl der H1N1-Todesopfer in Deutschland steigt: Eine 52-jährige Frau starb heute in Stuttgart, zwei weitere Fälle wurde bekannt. Experten werben unterdessen weiter für die Impfung.

Schweinegrippe, H1N1, Todesfälle Deutschland, Impfung gegen H1N1

Ärzte empfehlen nun auch Kleinkindern ab einem Alter von sechs Monaten die Impfung gegen H1N1© Kay Nietfeld/DPA

Die zweite Welle der Schweinegrippe hat Deutschland erreicht, auch hierzulande nehmen die Todesfälle zu: Neun sind mittlerweile bundesweit bestätigt. Am Klinikum Stuttgart starb am Mittwoch eine Patientin, die mit dem H1N1-Virus infiziert war. Die 52-jährige Frau litt der Klinik zufolge unter einer chronischen Vorerkrankung. Sie war am vergangenen Freitag in das Krankenhaus gebracht worden. Auch das Heidelberger Universitätsklinikum teilte heute einen Todesfall mit: Am vergangenen Sonntag starb dort ein 28-Jähriger, der an der Schweinegrippe erkrankt war. Der Klinik zufolge litt der Patient aus Rheinland-Pfalz unter schwersten Erkrankungen an Leber und Niere und war auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Auch Berlin vermeldet den ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Schweinegrippe. Die Gesundheitsverwaltung teilte heute mit, dass am Montag ein 40-jähriger Mann gestorben ist, bei dem ein Test auf eine H1N1-Infektion positiv war. In Frankfurt am Main ringt derweil eine 39 Jahre alte Patientin mit dem Tod. Die Frau leide nach wie vor unter schwerem Lungenversagen und werde deshalb weiterhin mit einem speziellen Beatmungsverfahren behandelt, teilte die Frankfurter Uniklinik mit.

Unterdessen rief der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) dazu auf, umgehend auch alle Kleinkinder gegen Schweinegrippe impfen zu lassen. Ab einem Alter von sechs Monaten sollten alle Kleinkinder immunisiert werden, riet der Verband in Köln - entgegen seiner bisherigen Empfehlung, erst Kinder ab drei Jahren zu impfen.

In allen Altersgruppen hätten die Erkrankungen zugenommen, begründete der BVKJ seine geänderte Haltung. Zuverlässige Studiendaten aus anderen europäischen Ländern zeigten inzwischen, dass auch sehr kleine Kinder die Impfung ohne schwerwiegende Probleme vertragen könnten. Nur Kinder, die eine Hühnereiweiß-Allergie haben, sollten nicht geimpft werden, da der Impfstoff Pandemrix in Hühnereiern hergestellt wird. Vorrangig geimpft werden sollten Kinder, die ein chronisches Leiden wie Asthma, Stoffwechselerkrankungen oder Herzfehler haben, sagte Verbandspräsident Wolfram Hartmann. Zugleich forderte sein Verband aber erneut einen Impfstoff ohne Wirkstoffverstärker.

Unbehagen über die Impfmüdigkeit

Nach Überzeugung des Rostocker Tropenmediziners Emil Reisinger wird die negative Haltung der Deutschen gegenüber der Schweinegrippe- Impfung schnell nachlassen. "Es wird kälter, und es werden vermehrt Erkrankungsfälle auftreten", erläuterte Reisinger. Dann werde es leider auch vermehrt zu Todesfällen kommen, doch dadurch würden sich auch mehr Menschen impfen lassen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf hatte am Dienstag ihr Unbehagen über die Impfmüdigkeit in vielen Ländern geäußert. Es bereite Sorge, wenn Menschen, die Zugang zu Impfstoffen haben, dieses Angebot nicht nutzten.

Internationale Gesundheitsexperten sorgen sich derweil um den Erfolg der Impfkampagne, weil schwere Erkrankungen fälschlich als Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung angesehen werden könnten. Die Präsidentin des Schweizerischen Impfkomitees, Claire-Anne Siegrist, sagte der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit", sie sei nicht im Mindesten besorgt wegen der tatsächlichen Nebenwirkungen der Impfstoffe. Jedoch sei sie geradezu "in Panik wegen allem, was den neuen wirkverstärkten Impfstoffen angehängt werden wird".

Siegrist mahnt gemeinsam mit Kollegen aus der ganzen Welt im Fachjournal "The Lancet", unerklärliche schwere Erkrankungen kämen in einer großen Bevölkerungsgruppe immer wieder vor. Das gelte auch für Geimpfte, ohne dass der Impfstoff damit irgendetwas zu tun haben müsse. Dies müsse bei der Beurteilung potenzieller Nebenwirkungen eines Impfstoffs bedacht werden.

In Deutschland hat die Impfaktion in der vergangenen Woche begonnen. In vielen Ländern werden allerdings zuerst chronisch Kranke und das sogenannte Schlüsselpersonal - Krankenhausmitarbeiter, Feuerwehr und Polizei - geimpft.

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DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 47)
 
DeepDive (06.11.2009, 12:39 Uhr)
Fakten
Ich vermisse - wie oft - in der ganzen Diskussion (hier in D) die Fakten. Daher möchte auch ich gegen die 'Hausordnung' verstoßen und folgenden Link empfehlen - vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten: http://www.ecdc.europa.eu/en/healthtopics/Pages/Influenza_A%28H1N1%29_Outbreak.aspx

Ich habe eine Bekannte die dort arbeitet - und nach einem Gespräch mit Ihr, hab ich mich jetzt zur Impfung angemeldet.
wilfriedsoddemann (06.11.2009, 10:31 Uhr)
Schweinegrippe und saisonale Influenza primär durch Trinkwasser ausgelöst
Schweinegrippe ist unter Menschen ansteckend, sekundär. Influenza wird aber primär durch kaltes Trinkwasser ausgelöst. Menschen scheiden das Schweinegrippevirus mit Erbrochenem und Durchfall aus, via Abwasser in Gewässer. Schweine sind im Winter bis zu 90% mit Influenza durchseucht. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und Ausscheidungen aus Nase und Maul/Schnabel das Wasser. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Alle Gewässer sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb treten Influenzaepidemien im Winter auf. Kleine Viren werden im Wasserwerk unzureichend oder gar nicht gefiltert. Im Winter wird uns die Schweinegrippe via Trinkwasser anstecken.

Die Erde ist eine Scheibe, die Sonne dreht sich um die Erde, Cholera kommt mit Tröpfchen wie die Influenza, abweichende Meinungen verfolgt die Inquisition der staatlich verordneten Wissenschaft!

soddemann-aachen@t-online.de
http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
leobissinger (05.11.2009, 22:48 Uhr)
wollte mich impfen lassen ...
...und bin schon etwas entnervt.
Mein Hausarzt riet mir ab,
"aber ich müsse dies eigentlich selber wissen, wegen der nebenwirkungen."
Als ich heute kurzerhand in einer anderen Praxis anrief, wurde ich zuerst mal abgwimmelt, mit der Frage: Sind sie bei uns patient?
Schließlich erkläre man mir, dass man wegen der impfdosen nur per warteliste arbeite:
Und zwar impfe man ab 17.11.09. Die listen für den 17.11 und 18.11 seien aber schon voll.

Also liebe Ärzte, Gesundheitsämter und Apotheker, ihr verdient doch irgendwie an der Grippe mit, dass es aber jetzt alles so kompliziert ist und wir noch ständig aufgefordert werden uns impfen zu lassen, ist ein Witz.

Wenn ich bedenke, dass ich erst in 14tagen geimpft werden kann
und der aufbau des impfschutzes noch mal mind eine woche dauert dauert ?
Gehen wieder drei wochen ins land.

Solange muss ich mir, auch im Stern, noch die Angst und Panikmach artikel durchlesen. irgendwo ist doch das alles pervers !!!
Leseratte79 (05.11.2009, 21:58 Uhr)
Gründe für den Medienzirkus
1. Teuer eingekaufte Impfpräperate und keiner will sie haben
2. Notfallpläne liegen in der Schublade und endlich kann man sie ausprobieren
3. Ganz viele Versuchskaninchen
4. Angst vor der Kreuzung 2er Viren (Vogelgrippe und Schweinegrippe = etwas nicht behandelbares)

Jede Grippeimpfung ist gegen den Erreger des Vorjahres. 2009= Impfung gegen den bereits mutierten Virus aus 2008 Ergo nur Schutz gegen den alten Erreger.
Wo sind eigentlich die anderen schweren Pandemien hin? Vogelgrippe, spanische Grippe? BSE? Hurra ich lebe noch !! :-)

PS: Ich lasse mich nicht impfen!
x-cube (05.11.2009, 20:10 Uhr)
chronisch krank?
Wenn jemand bei einem Autounfall draufgeht und man findet hinterher bei Ihm den Schweinegrippenvirus ist der bestimmt auch an der Schweinegrippe gestorben.
CTraud (05.11.2009, 12:24 Uhr)
Wir warten
Welche Gründe sprechen für eine abwartende Haltung?
kekunz (05.11.2009, 11:36 Uhr)
Bakterienschleuder nr. 1
Impfen ist umstritten, öfters Hände waschen hilft. Ist es nicht paradox wenn
wir den Gruss mit der Hand verweigern, jedoch mit beiden Händen die Haltestangen der Einkaufswagen umklammern, wie Hunderte vor uns.
Zum Glück gibt es den 100 % Schutz
agero-ativir
leckmichamarsch (05.11.2009, 09:21 Uhr)
Impfnebenwirkungen verharmlost!
Habe mich impfen lassen (Pandemrix). Linker Arm schmerzt seit Tagen so, daß ich ihn nicht bewegen kann - Autofahren, Kleider wechseln u.v.m. geht alles nicht. Bin kein Einzelfall. Alle Geimpften, von denen ich hörte, sagen dasselbe - scheußliche Nebenwirkungen. Impfarzt fragt (aus gutem Grund), ob Rechts- oder Linkshänder, verschweigt aber das ganze Ausmaß der Nebenwirkungen. Pharmaindustrie und Politiker lügen zu dem Thema, daß sich die Balken biegen - wie immer!
lummy (05.11.2009, 06:42 Uhr)
Ja...
und es regnet und es schneit und wir werden alle sterben ?!?!?!
HALLO ! AUSZEIT ! Es langweilt langsam !!!
HoppIT (05.11.2009, 01:48 Uhr)
Die Ukraine läßt die Hosen runter! :-(
Sorry, wenn ich mit diesem Link gegen die "Hausordnung" verstoßen sollte.

http://www.president.gov.ua/en/news/15609.html

Ich möchte jede(n) Leser(in) bitten, die eigene Einstellung zur Impfung noch einmal kritisch zu überdenken!

Ich bin kein Freund der Impfmonopolisten und auch der Meinung, dass Impfstoffe in Langzeitstudien erprobt werden müssen.

Aber wenn niemand genau sagen kann, wie sich das Virus entwickelt, ist man klar unter Zugzwang.

Hätten wir schon durch ein blöden Zufall ( auch Evolution genannt ), eine spontane Rekombination der Gensegmente, eine aggressivere Variante des Virus, würde keiner nach Nebenwirkungen des Impfstoffes fragen...

Wäre kein Impfstoff vorhanden, was würden sie dem Staat dann vorwerfen ??

Je weiter das Virus verbreitet ist, desto höher ist die Chance der bösartigen Rekombination oder Mutation UND desto schneller die Verbreitung.

Bitte helfen Sie durch aufmerksamen, kritischen Umgang mit diesem Thema, Schlimmeres zu verhindern.



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