Sein bestes Stück

Ob klein oder groß, dick oder dünn: Der Penis ist das Zentrum der männlichen Lust. Doch Hoden und Nebenhoden, Samenleiter und verschiedene Drüsen sind von ebenso großer Bedeutung.

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Durchschnittswert: Das Glied des deutschen Mannes ist im erigierten Zustand zwischen 10 und 19 Zentimeter lang©

Wie die Frau hat auch der Mann innere und äußere Geschlechtsorgane. Die äußeren - Penis und Hodensack - sind bei ihm klar zu erkennen. Weniger bekannt sind einige der inneren, zu denen neben den Hoden und Nebenhoden auch der Samenleiter sowie die Bläschendrüse, die Cowper-Drüse und die Vorsteherdrüse (Prostata) zählen.

Das Offensichtliche: Penis und Hodensack

Von außen betrachtet gibt es schon bei neugeborenen Jungen deutliche Größenunterschiede: Der Körperteil, der dem Mann später viele lustvolle Stunden bescheren wird, misst bei der Geburt zwischen 2,5 und 4,5 Zentimeter. Das Glied des deutschen Mannes ist im erigierten Zustand zwischen 10 und 19 Zentimeter lang und hat einen Durchmesser von drei bis fünf Zentimetern. Im Durchschnitt lagen die Werte bei genau 14,48 beziehungsweise 3,95 Zentimetern. Das hat eine Studie der Universität Essen und der Familienberatungsstelle Pro Familia im Jahr 2000 ergeben. Kondome müssen seit 2002 einer internationalen Norm zufolge mindestens 16 Zentimeter lang sein.

Beim Penis unterscheidet man zwischen dem Schaft, mit der Schaftwurzel an der Basis, und der Eichel am vorderen Ende, die wegen ihrer Form so genannt wird. Die Haut an der Eichel ist sehr dünn und enthält viele Nervenenden, daher ist sie sehr empfindlich. Der Schaft ist ebenfalls mit einer dünnen Hautschicht überzogen, die im Vergleich aber weniger sensibel und im nicht erigierten Zustand elastisch ist. Über der Eichel ist sie doppelt gefaltet und bildet eine Art Hautreserve, die benötigt wird, wenn der erigierte Penis anschwillt und sich aufrichtet. Im Ruhezustand umschließt sie die Eichel und heißt an dieser Stelle Vorhaut - jedenfalls bei nicht beschnittenen Männern.

Im Inneren des Schaftes liegen drei Schwellkörper - zylinderförmige Gewebsmassen, die aus vielen kleinen, bizarr geformten Hohlräumen bestehen und mit einem Schwamm zu vergleichen sind. Zwei davon, die sogenannten Penisschwellkörper, füllen sich bei sexueller Stimulierung über eine große Arterie sehr schnell mit Blut. Gleichzeitig drücken die gefüllten Schwellkörper die Venen in der Haut ab, was den Rückfluss des Blutes erschwert.

Der dritte, so genannte Harnröhrenschwellkörper umschließt die Harnröhre und bildet die Eichel. Er ist bei der Erektion weniger prall gefüllt und nachgiebig genug, dass er das Ausstoßen des Samens, die Ejakulation ermöglicht. Ist die Stimulierung beendet, verengen sich die Arterien, die Muskeln verkleinern die vorher mit Blut gefüllten Hohlräume und der Penis fällt in seinen entspannten Zustand zurück.

Hinter dem Penis, ebenfalls außerhalb des Körpers, liegt der Hodensack, auch Scrotum genannt. Diese Hauttasche ist durch eine Membran in zwei Teile geteilt. In ihnen hängen die Hoden frei beweglich am Samenstrang. Neben einem Bündel aus Nerven, Muskeln und Gefäßen verläuft hier auch der Samenleiter. Die Temperatur im Hodensack liegt bei etwa 34 bis 35 Grad Celsius, also zwei bis drei Grad unter der normalen Körpertemperatur - ideal für die Produktion der Samenzellen.

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