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Verhütung fürs Quartal

Die Depotspritze ist eine Alternative für Frauen, die andere hormonelle Verhütungsmethoden nicht vertragen. Allerdings ist das Risiko von Nebenwirkungen wegen der hohen Hormondosis relativ groß.

  Die Dreimonatsspritze muss der Arzt setzen

Die Dreimonatsspritze muss der Arzt setzen

Die Dreimonatsspritze enthält wie alle Methoden der hormonellen Langzeitverhütung nur Gestagen, ein Hormon, das den Eisprung und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut hemmt. Außerdem verdickt es den Schleim des Gebärmutterhalses, so dass Spermien nur schwer oder gar nicht durchkommen.

Alle acht bis zwölf Wochen spritzt der Arzt der Frau das Hormon in den Gesäß- oder Oberarmmuskel, aus dem der Wirkstoff langsam freigesetzt wird. Diese Depotspritze enthält eine hohe Dosis und greift stärker in den Hormonhaushalt ein als die Antibabypille.

Negativ: Zyklusstörungen, Kopfschmerzen, Akne

Das kann eine Reihe von Nebenwirkungen mit sich bringen - gemessen an den reinen Gestagenpräparaten treten sie hier am stärksten auf. Deswegen sollten Sie sich ausführlich über Risiken aufklären lassen. Es können Zyklusstörungen auftreten, Schmierblutungen etwa sowie häufige oder stärkere Regelblutungen, oder die Periode bleibt ganz aus. Möglich ist auch, dass Sie zunehmen, Akne, Kopfschmerzen oder Depressionen bekommen und dass Sie weniger Lust auf Sex haben. Das besondere Problem hierbei ist: Sie können diese Methode nicht spontan absetzen. Die Nebenwirkungen dauern so lange an, wie der Wirkstoff im Körper ist. Und wenn Sie sich eines Tages gegen die Spritze entscheiden, können Monate bis Jahre vergehen, bis Ihr Zyklus sich wieder einstellt. Bei längerer Anwendung kann es bis zu zwei Jahre dauern, bis Sie schwanger werden.

Wenn Sie die Pille aufgrund des Östrogenanteils nicht vertragen, könnte die Depotspritze eine Alternative für Sie sein. Bei Magen-Darm-Erkrankungen könnten Sie ebenfalls davon profitieren. Frauen, die an bestimmten Krankheiten leiden, etwa Depressionen, Venenentzündungen, Osteoporose, Leberentzündungen, Gelbsucht, Bluthochdruck, Diabetes oder Brustkrebs, sollten allerdings die Finger davon lassen.

Positiv: Unabhängigkeit von der Einnahme

Demgegenüber stehen ein paar Vorteile: Sie bekommen die Spritze nur wenige Male pro Jahr und müssen sich keine weitere Gedanken darum machen; Sie können bei der Einnahme nichts falsch machen oder diese gar vergessen. Manche Frauen empfinden es als positiv, wenn die Menstruation schwächer ausfällt oder ausbleibt. Und die Spritze verhütet fast so sicher wie die Pille. Der Pearl-Index liegt bei 0,3 bis 1,4.

Nur Ärzte dürfen die Depotspritze verschreiben. Meist wird sie ohnehin nur verabreicht, wenn andere Verhütungsmethoden nicht infrage kommen. Sie kostet etwa 25 bis 30 Euro für drei Monate. Dazu kommen Praxisgebühren und eventuell Gebühren für das Setzen der Injektion. Sind Sie jünger als 20 Jahre, zahlt die Krankenkasse.

Sonja Helms

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