Startseite

Wie die Organtransplantation geregelt ist

12.000 Menschen in Deutschland warten auf neue Organe. Doch der Skandal um manipulierte Transplantationen schürt Zweifel: Werden Leber, Herz und Co. gerecht verteilt? Ein Überblick.

Von Christoph Fröhlich

Ein Organspender kann bis zu sieben schwer kranken Menschen helfen. Doch wer bekommt die Leber, wer die Lunge? Wie werden die Organe möglichst gerecht verteilt? Der Skandal um mutmaßliche Manipulationen bei Organtransplantationen am Universitätsklinikum Göttingen könnte das Vertrauen der Bürger nachhaltig erschüttern. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wie läuft eine Organtransplantation ab?

Stellen zwei Ärzte unabhängig voneinander den Hirntod eines Menschen fest, wird dieser offiziell für tot erklärt. Es gibt dann keine medizinische Hilfe mehr. Hat der Verstorbene einen Organspenderausweis oder zuvor eine Verfügung unterschrieben, werden unverzüglich Laboruntersuchungen eingeleitet. Dabei wird der Verstorbene auf Anzeichen für Infektionskrankheiten - beispielsweise HIV oder Hepatitis - und die Blutgruppe untersucht. Komplizierter wird es, wenn der Verstorbene sich nicht zu einer Spende geäußert hat: Dann müssen Verwandte über den mutmaßlichen Willen entscheiden. Ein neues Gesetz soll das ändern: Künftig sollen alle deutschen Bürger ab 16 Jahren regelmäßig Post von ihren Krankenkassen bekommen, in denen sie mit der Frage nach ihrer Bereitschaft zur Organspende konfrontiert werden. Gleichzeitig zur Laboruntersuchung informiert die Klinik die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO). Sie koordiniert deutschlandweit sämtliche Organspenden. Die Stiftung leitet die Informationen an die internationale Organvermittlungsstelle Eurotransplant in Leiden (Niederlande) weiter, die wiederum einen geeigneten Empfänger sucht und das Transplantationszentrum benachrichtigt. Währenddessen entnehmen Ärzte die Organe, die zur Spende freigegeben wurden. Erst dabei wird entschieden, ob die Organe wirklich transplantiert werden können und für den vorgesehenen Empfänger geeignet sind. Sobald die Organe entnommen sind, werden die Wunden verschlossen und der Leichnam zur Bestattung vorbereitet. Anschließend werden die Organe so schnell wie möglich in das zuvor benachrichtigte Transplantationszentrum transportiert, in dem der Empfänger schon auf die Verpflanzung vorbereitet wurde. Sobald die Lieferung eintrifft, kann die Organtransplantation beginnen.

Wie lange ist ein entnommenes Organ transplantierfähig?

Möglich ist die Entnahme von Herz, Lunge, Dünndarm, Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse, aber auch von Gewebe wie die Hornhaut des Auges. Je geringer der zeitliche Abstand zwischen Entnahme und Verpflanzung des Organs ist, desto höher sind die Erfolgsaussichten. Teilweise müssen die Organe aber Hunderte Kilometer bis zum Zielort zurücklegen, weshalb sie so gut wie möglich konserviert werden müssen. Je nach Organ ist die Konservierung unterschiedlich lange möglich: Ein Herz kann zwischen vier und acht Stunden, eine Niere bis zu 24 Stunden konserviert werden. Herzen und Lebern werden deshalb häufig mit dem Helikopter transportiert. Weniger kritisch sind Körperteile, die nicht durchblutet werden, beispielsweise die Hornhaut der Augen. Sie können wesentlich länger aufbewahrt werden.

Wie wird entschieden, wer ein Organ bekommt?

Laut Transplantationsgesetz geht es nach Notwendigkeit und Erfolgsaussichten. Allerdings ist diese Regelung umstritten: Dringlichkeit und Erfolgsaussichten können sich durchaus widersprechen. Bei Lebertransplantationen erfolgt die Zuteilung an deutsche Patienten nach dem sogenannten MELD-Score. Je höher der Punktwert, desto eher wird der Patient vermutlich ohne neues Organ sterben. Schlechte Blut- oder Nierenwerte können den Wert anheben und so die Dringlichkeit eines neuen Organs erhöhen.

Gibt es Faktoren, die den Listenplatz wieder verschlechtern?

Das wichtigste Kriterium ist der Gesundheitszustand des Patienten. Befindet er sich beispielsweise seit einem Jahr auf der Warteliste und beginnt dann eine neue Therapie, die seine Werte verbessert, rutscht er in der Reihenfolge wieder nach unten. Allerdings gibt es auch einige Beschränkungen: So darf man bei Lebertransplantationen erst auf die Liste, wenn man ein halbes Jahr abstinent war, also auf Alkohol verzichtet hat. Ähnlich läuft es bei Lungentransplantationen mit dem Rauchen.

Wie viele Menschen warten auf ein Organ?

Allein in Deutschland warten mehr als 12.000 Menschen auf eine Transplantation, im Schnitt sterben täglich drei Patienten, die auf der Warteliste stehen. Die Zahl der Organspenden war 2011 mit 1200 Organspendern im Vergleich zum Vorjahr mit 1296 Spendern deutlich rückläufig. Die Niere ist bis heute das meistübertragene Organ, gefolgt von Leber- und Herztransplantationen. Nur etwa jeder fünfte Deutsche hat laut der DSO einen Spenderausweis.

Hat jeder Mensch die gleiche Spendertauglichkeit?

Nein. Die Spendertauglichkeit wird maßgeblich vom Gesundheitszustand beeinflusst. So kommen Menschen mit Infektionskrankheiten oder Diabetes nur unter bestimmten Voraussetzungen als Spender in Frage. Litt der Verstorbene an einer Krebserkrankung oder speziellen Nervenleiden, ist eine Organspende nicht möglich, um den Gesundheitszustand des Empfängers nicht zu gefährden, beispielsweise durch Metastasen.

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
Klar
Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

Partner-Tools