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Welche Kinderzahncreme putzt am besten?

Stiftung Warentest hat 29 Zahncremes für Kinder getestet und dabei Fluoridgehalt und Kariesschutz bewertet. Das Ergebnis: Die meisten Cremes schützen zuverlässig, doch zwei Produkte fielen bei den Testern durch.

  Stiftung Warentest hat Kinderzahncremes unter die Lupe genommen: Welche schützen zuverlässig vor Karies?

Stiftung Warentest hat Kinderzahncremes unter die Lupe genommen: Welche schützen zuverlässig vor Karies?

Kinderzahncremes müssen in erster Linie zuverlässig vor Karies schützen. Dafür ist das Spurenelement Fluorid unerlässlich, das eine Art Schutzschild um die Zähne bildet und Säuren aus der Nahrung neutralisiert. Stiftung Warentest hat 29 Kinderzahnpasten hinsichtlich dieses Kariusschutzes getestet, darunter 17 Produkte für Milchzähne und 12 Pasten für die ersten bleibenden Zähne. Die meisten dieser Produkte konnten im Test überzeugen - andere enthielten dagegen überflüssige Inhaltsstoffe oder lockten mit absurden Werbeversprechen.

Testsieger bei den Kinderzahnpasten sind vier Produkte, darunter die Zahnpasta "Dontodent Kids" von dm (0,65 Euro pro 100 Milliliter) und die etwas teurere "Elmex Kinder-Zahnpasta" (2,88 Euro). Beide bekamen das Testurteil "Sehr gut" (Note 1,4), da sie dank ihres Fluoridgehalts zuverlässig vor Karies schützen. Schlusslichter in diesem Bereich sind die Pasten von Lavera ("Basis Sensitiv Zahngel"; 3,30 Euro) und Weleda ("Kinder-Zahngel"; 7,90 Euro): Sie enthalten kein Fluorid und wurden deshalb mit "mangelhaft" bewertet.

Der Zusatz von Zink kann zu Überdosierungen führen

Kritisch sehen die Tester auch den Zusatz des Spurenelements Zink, der vor Plaque, Zahnstein und Mundgeruch schützen soll. Der Grund: Kinder nehmen meist schon über die Nahrung die empfohlene Tageshöchstmenge an Zink auf. Auf eine weitere Zufuhr durch Zahnpasten sollte daher verzichtet werden. Von 17 getesteten Zahnpasten enthielten jedoch drei den überflüssigen Inhaltsstoff, unter anderem die "Today Dent Kids Milchzähne" (0,87 Euro) von Rewe. Hier lautete das Testurteil daher lediglich  "ausreichend".

Die Zahnpasten für Junioren empfehlen die Tester ab dem ersten bleibenden Zahn. Sie enthalten deutlich mehr Fluorid als Kinderzahncremes, nämlich maximal 1500 ppm (parts per million, Teile pro Million). Damit bewegen sie sich auf dem gleichen Niveau wie Erwachsenenzahncremes, schmecken allerdings milder, meist süßlich. Daher sind sie für Heranwachsende geeignet, denen herkömmliche Cremes für Erwachsene zu scharf sind. 

Testsieger in diesem Bereich ist die Zahnpasta "Elmex Junior" (2,72 Euro). Sie erhielt das Testergebnis "Sehr gut". Schlechter schnitt dagegen die "Perlodent Med Junior Zahncreme Minzgeschmack"(0,65 Euro) von Rossmann ab. Sie enthält den Zusatzstoff Zink, was zu einer Abwertung im Gesamturteil führte.

Werbung mit absurden Versprechen

Zudem bemängeln die Prüfer, dass Hersteller teilweise absurde Werbeversprechen auf ihre Produkte drucken: So fanden die Tester auf zwei Zahnpasten die Aufschrift "Ohne Zucker". Doch dies, so Stiftung Warentest, sei eine Selbstverständlichkeit: Zahnpasten enthalten grundsätzlich keinen zahnschädigenden Zucker.

Den vollständigen Test gibt es gegen Gebühr hier.

ikr
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