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Hersteller kritisieren Prüfmethode

Ist es wirklich gefährlich, die Schokolade aus Adventskalendern zu essen, wie die Untersuchung von Stiftung Warentest nahelegt? Einige Hersteller bezweifeln das, andere nehmen ihre Produkte vom Markt.

Schädliche Mineralöle in der Schokolade von Adventskalendern: Die Warnung von Stiftung Warentest, die 24 Kalender schon vor dem 1. Dezember öffnete, sorgt für Verunsicherung bei Verbrauchern. Hersteller wollen den Verdacht, sie gefährdeten Kinder durch krebserregende Stoffe, nicht auf sich sitzen lassen. In einer gemeinsamen Erklärung, aus der die WAZ-Mediengruppe zitiert, zweifeln mehrere Schokoladenproduzenten und Lebensmittel-Discounter die Untersuchung an.

Unter anderem kritisieren den Angaben zufolge Aldi Süd, die Bremer Firma Hachez Chocolade und Feodora Chocolade den Test. "Wir werden mit Stiftung Warentest in Kontakt treten, um die Untersuchungs-Methode zu hinterfragen", heißt es in der Erklärung. Die Firmen verwendeten ausschließlich Packmaterial aus Frischfasern und Farben, die frei von Mineralölrückständen seien. Hachez warf den Testern vor, Unsicherheiten zu verbreiten, die völlig an den Haaren herbeigezogen seien. Eine Gesundheitsgefährdung könne "nicht einmal ansatzweise nachgewiesen" werden.

Kraft: Problem ist nicht Schokoladen-spezifisch

Kraft Foods, Hersteller von Milka-Schokolade, betonte am Dienstag: "Wir möchten darauf hinweisen, dass diese Thematik nicht Schokoladen-spezifisch ist. Mineralölbestandteile kommen allgegenwärtig in der Umwelt vor."

Auch der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) verteidigt die Unternehmen: "Die getesteten Erzeugnisse sind im Hinblick auf die angeblichen Mineralölgehalte voll verkehrsfähig und entsprechen den lebensmittelrechtlichen Normen." Sie seien nicht gesundheitsgefährdend. Einen Grenzwert für Mineralölreste gebe es bislang nicht. Diese Öle seien weit verbreitet.

Süßwarenhersteller kündigen Konsequenzen an

Erste Hersteller kündigten an, ihre Kalender vom Markt zu nehmen. Arko-Geschäftsführer Torsten Teufert erklärte am Montag: "Wir haben heute den Verkauf des beanstandeten Kalenders gestoppt. Wir nehmen die Untersuchung sehr ernst. Inwieweit es ein Gefährdungspotenzial gibt, muss sich erst noch zeigen." Kunden könnten die Kalender zurückbringen und erhielten ihr Geld zurück.

Der Schokoladenproduzent Heilemann aus Bayern leitete eine Laboruntersuchung der Schokolade und der Verpackungen ein. "Wir wollen die Ursache für die Rückstände genau eingrenzen und sie sofort beseitigen", sagte Geschäftsführer Peter Schrage. Die Firma gehe aber davon aus, dass die Rückstände aus schlechtem Verpackungsmaterial stammten, das ein Lieferant gegen die Absprachen aus Altpapier hergestellt habe. Auch die Firma Rausch kündigte eine Stellungnahme an.

Lindt-Sprecherin Natalie Zagoda sagte: "Wir wurden sehr überrascht von der Studie." Nun prüfe Lindt, was mit dem Kalender passieren solle.

Den vollständigen Testbericht gibt es unter www.test.de/adventskalender

mlr/DPA/DPA

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