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Mit dem Grippemittel Tamiflu werden Milliarden umgesetzt - doch die Sicherheit und Wirksamkeit ist umstritten. Nun werfen Wissenschaftler dem Konzern Roche erneut vor, wichtige Daten zurückzuhalten und mögliche Nebenwirkungen herunterzuspielen.
US-Forscher haben eine wirksame Alternative zu den Grippemedikamenten Tamiflu und Relenza entwickelt. Peramivir ist vor allem für die Patienten gedacht, die zu schwach sind, um Medikamente einzunehmen. Das neue Mittel wird direkt ins Blut gespritzt.
Die Resistenzen des Schweinegrippe-Erregers gegen das Medikament Tamiflu sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO nicht besorgniserregend, eine weitere Ausbreitung sei nicht zu befürchten. Tamiflu wird demnach auch weiterhin in der Behandlung eingesetzt.
Bei einer Schweinegrippe-Patientin in Japan zeigte das Grippemittel Tamiflu keine Wirkung. Sie ist laut dem japanischen Gesundheitsministerium mit einem Alternativpräparat behandelt worden und inzwischen wieder gesund. Auch in Dänemark half das Medikament bei einer Erkrankten nicht.
In Großbritannien ist eine neue Form des Schweinegrippevirus aufgetaucht, die gegen das Mittel Tamiflu resistent ist. Betroffen sind fünf Patienten in einem Krankenhaus in Wales. Mediziner zeigen sich von der Veränderung des Virus aber wenig überrascht.
Für die Pharma-Unternehmen ist die Schweinegrippe ein Glücksfall: Millionen Impfdosen sind bestellt, Tamiflu wird gehortet, satte Gewinne winken. Doch über das Geschäft mit der Angst wird meist geschwiegen.
Im Internet kursieren etliche Imitate von Grippemedikamenten wie Tamiflu. Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt Verbraucher davor, Produkte zu kaufen, die rezeptfrei angeboten werden. Im besten Fall wirken diese nicht. Schlimmstenfalls schaden sie - oder es bilden sich Resistenzen gegen das H1N1-Virus.
Viele hoffen, dass der Einsatz von antiviralen Medikamenten wie Tamiflu eine Grippe-Pandemie bremsen kann. Die Bundesländer haben bereits große Mengen der Mittel eingelagert. Italienische Forscher haben nun berechnet, wer die Arzneien erhalten sollte - alte oder junge Erkrankte.
Die Grippewelle ist dieses Jahr ungewöhnlich früh gestartet. Nach Ansicht von Experten wird es noch zwei bis drei Wochen dauern, bis sie abebbt. Lesen Sie, wie Sie sich am besten verhalten, wenn Sie sich anstecken - und ob eine Impfung jetzt noch hilft.
Das Grippemittel Tamiflu steht unter dem Verdacht Bewusstseinsstörungen und Wahnvorstellungen auszulösen. In Japan stürzten drei Menschen zu Tode, die Tamiflu genommen hatten. Experten fordern Warnhinweise auf den Packungen.
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