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Leiharbeiter sind länger krank

Der wechselnde Arbeitsplatz und die schlechtere Einkommenssituation fordern ihren Tribut: Leiharbeiter sind laut einer Studie länger krankgeschrieben als die feste Belegschaft von Unternehmen.

  Ob Atemwegserkrankungen oder Verletzungen: Leiharbeiter sind öfter krankgeschrieben als festangestellte Kollegen.

Ob Atemwegserkrankungen oder Verletzungen: Leiharbeiter sind öfter krankgeschrieben als festangestellte Kollegen.

Leiharbeiter waren nach einer Erhebung der Techniker Krankenkasse (TK) im vergangenen Jahr deutlich länger krankgeschrieben als andere Arbeitnehmer. Sie fehlten im Schnitt 17,8 Tage im Jahr, wie die Kasse am Donnerstag in Hamburg mitteilte - Beschäftigte im konventionellen Arbeitsmarkt dagegen 13,3 Tage.

"Wir wissen aus Umfragen, dass vor allem die Arbeitsplatzunsicherheit, die Einkommenssituation sowie die Diskrepanz zwischen der Tätigkeit in der Leiharbeit und der eigentlichen Qualifikation belasten", erklärte Gudrun Ahlers von der TK. Die Kasse führt den Unterschied in den Fehlzeiten auch darauf zurück, dass Zeitarbeiter in Unternehmen oft für körperlich anstrengendere Aufgaben eingesetzt werden als Festangestellte.

Stärkere Gesundheitsprobleme hatten Leiharbeiter 2012 vor allem bei Muskel-Skelett-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Verletzungen und Vergiftungen sowie psychischen Krankheiten.

Die Daten basieren auf dem TK-Gesundheitsreport, der Ende März veröffentlicht werden soll; darin werden Krankschreibungen und Arzneimitteldaten der 3,9 Millionen erwerbstätigen TK-Versicherten untersucht. Die Kasse fordert, dass Beschäftigte, die befristet in Unternehmen arbeiten, in das betriebliche Gesundheitsmanagement einbezogen werden.

mlr/DPA/DPA

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