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28. September 2009, 13:38 Uhr

Führte die Antibabypille zum Tod?

Nach dem Tod einer jungen Frau prüft die Schweizer Arzneimittelbehörde einen Zusammenhang mit der Einnahme einer Antibabypille. Die Frau starb an den Folgen einer Lungenembolie, die in sehr seltenen Fällen nach Pilleneinnahme auftreten.

verhütung, antibabypille, lungenembolie

Ob eine junge Schweizerin wegen einer Pillen-Nebenwirkung starb, wird jetzt untersucht© Colourbox

Die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic vermutet, dass eine junge Frau im Zusammenhang mit der Einnahme der Pille gestoben ist. Die Frau hat nach Behördenangaben seit zehn Monaten die Pille "Yaz" von Bayer-Schering genommen. Mitte September starb sie an den Folgen einer Lungenembolie

Sollte sich diese Vermutung bestätigen, wäre es der erste Todesfall in Zusammenhang mit Yaz, sagte ein Swissmedic-Sprecher. Eine Sprecherin des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer-Schering sagte dem Berliner "Tagesspiegel" am Samstag, das Unternehmen nehme den Fall "sehr ernst" und versuche, die genauen Umstände zu klären.

"So ein Todesfall ist natürlich immer tragisch, aber es ist bekannt, dass es in ganz seltenen Fällen zu Embolien kommen kann. Das steht auch in der Packungsbeilage", sagte die Konzernsprecherin. Dies gelte für alle Verhütungsmittel dieser Art.

Yaz, eine niedrig dosierte Form der Antibaby-Pille, ist seit vergangenem Jahr in Europa auf den Markt. Wie die ebenfalls von Bayer vertriebene Pille Yasmin enthält sie die Wirkstoffe Drospirenon und Ethinylestradiol. Yasmin war Ende Mai in die Schlagzeilen geraten - auch in dem Fall hatte ein junges Mädchen nach der Einnahme der Pille eine Lungenembolie erlitten. Sie ist seitdem schwerbehindert. Obwohl der Pharmakonzern es nicht als erwiesen ansah, dass die Embolie auf die Einnahme von Yasmin zurückzuführen sei, sagte er die Übernahme der Kosten für die Rehabilitation in Höhe von umgerechnet 132.000 Euro zu. Swissmedic begann nach dem Vorfall mit einer Untersuchung aller Verhütungspillen. Laut Swissmedic-Sprecher werden die Ergebnisse vermutlich im Oktober veröffentlicht.

AFP
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
undjetztnochder (28.09.2009, 16:48 Uhr)
Alles bekannt
Die Pille kann eine Thrombose und auch eine Lungenembolie auslösen, auch ein tötlicher Ausgang ist möglich. Das gilt für jede Pille, unabhängig vom Hersteller, das Risiko war aber bei den ersten Pillen mit ihren relativ hohen Hormonanteilen deutlich höher als bei den heutigen oralen Antikonzeptiva. Das sollte jede Frau, die die Pille nimmt, wissen und in ihre Entscheidung mit einfließen lassen. Erhöht wird das Risiko deutlich, wenn frau zusätzlich raucht und / oder übergewichtig ist und erhöht sich nochmals, wenn eine familiäre Neigung zu Thrombosen / Embolien besteht oder wenn die Frau selbst schon einmal ein derartiges Ereignis hatte.
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