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28. August 2009, 16:26 Uhr

Todkrankes Baby bekommt neues Herz

Ein erst ein halbes Jahr altes Mädchen aus Rostock hat eine Herztransplantation in Berlin erfolgreich überstanden. Marla war mit einer schweren Herzmuskelerkrankung zur Welt gekommen, mehrere Monate hatte sie nur durch ein Kunstherz überlebt.

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Marla hat die Transplantaion im Herzzentrum in Berlin überstanden© Michele Tantussi/DDP

Vor rund einem Monat wurde Marla ein Herz transplantiert, jetzt hat sich das kleine Mädchen aus Rostock soweit erholt, dass dass sie in eine Reha-Klinik überwiesen werden könne, sagte die Sprecherin des Deutschen Herzzentrums, Barbara Nickolaus. Ein solcher Eingriff bei einem Baby sei selten. Das Kind war im Februar mit einer schweren Herzmuskelerkrankung zur Welt gekommen. Dadurch sei das Herz zu schwach gewesen, sagte Nickolaus. Das Mädchen habe nur eine Lebenserwartung von wenigen Monaten gehabt. Schon im Mai brauchte die Kleine Hilfe durch ein Kunstherz. Dabei unterstützten Maschinen ihr fragiles Herz-Kreislauf-System. Einige Wochen später kam dann die erlösende Nachricht, dass ein passendes Spenderherz gefunden wurde. Woher, wurde nicht gesagt. Nur, dass es von einem kleineren Kind stammt, das bei seinem Tod aber nicht unbedingt in Marlas Alter gewesen sein muss.

Marla überstand nicht nur die Operation im Alter von fünf Monaten gut. Auch ihr Körper entwickle sich glücklicherweise für ihr Alter normal, sagte Nickolaus. Allerdings müsse das Mädchen ihr Leben lang Medikamente nehmen, damit ihr Körper das fremde Herz nicht abstoße.

"Trotzdem ist Marlas Fall ein sehr positiver", sagte Nickolaus. Nicht immer bekämen schwer kranke Menschen rechtzeitig ein Spenderorgan. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation sterben in Deutschland jährlich rund 1000 Patienten, weil sich keinen Spender findet. Nach einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben nur 17 Prozent der Deutschen einen Organspendeausweis.

DPA
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
LaoLu (29.08.2009, 13:43 Uhr)
Das ist IHRE Meinung, Anemone.
Es gibt Menschen, die haben eine andere.
Und deswegen ist Ihr Statement von gestern arrogant und falsch.
Anemone (29.08.2009, 10:11 Uhr)
Ungenau, LaoLu!
Es gibt einen gravierenden Unterschied, den Sie vergaßen. Hilfe durch zur Verfügung stehender medizinischtechnischer Mittel und Medikamente + Zeit = selbstverständliche Pflicht.
Entnahme von lebenden Organen aus lebenden Menschen nicht!
LaoLu (29.08.2009, 00:50 Uhr)
Und jetzt warte ich noch auf aeternitas,
der uns erneut mit einfühlenden Worten nahebringen wird, wie sehr doch ein Organspender vor seinem endgültigen Abgang noch zu leiden haben wird.
Wahrscheinlich.
Seiner Meinung nach.
LaoLu (29.08.2009, 00:47 Uhr)
Genau, Anemone!
Und wenn Sie nach einem Verkehrsunfall auf der Straße verbluten, weil Ihnen niemand hilft, dann sterben Sie auch, weil Sie einen Unfall hatten. Oder?
Anemone (28.08.2009, 18:41 Uhr)
Falsch
ist die wiederholte Aussage der Dt. Stiftung für Organtransplantationen, daß jährlich 1000 Menschen sterben, weil sich kein Organspender findet! Sie sterben, weil sie krank sind!
Hanneh (28.08.2009, 17:59 Uhr)
Oh, wie schön . Ich drücke der kleinen Marla ganz feste die Daumen und wünsche ihr alles nur erdenklich Gute für ihr weiteres Leben.
Auch ich bin Organspender und ich hoffe,dass sich noch viel mehr Mitbürger dazu entschließen können.
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