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Keine Angst vor Krankheiten, sondern vor Schuldenkrise

Laut einer Umfrage der DAK-Gesundheit sind in Deutschland die Ängste vor Krebs, Unfällen und Depressionen zurückgegangen. Der Grund: Die Schuldekrise.

  Eine Patientin lässt sich gegen Grippe impfen. Laut einer Umfrage hat die Angst vor Krankheiten während der Schuldenkrise nachgelassen.

Eine Patientin lässt sich gegen Grippe impfen. Laut einer Umfrage hat die Angst vor Krankheiten während der Schuldenkrise nachgelassen.

Die Sorge um die Schuldenkrise in Europa scheint bei vielen Menschen in Deutschland die Angst vor Krankheiten in den Hintergrund zu drängen. Die Furcht vor schweren körperlichen oder seelischen Leiden ist nach einer aktuellen Umfrage der DAK-Gesundheit im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken. Krebs bleibt allerdings der größte Angstmacher, geht aus der Studie hervor.

Für die repräsentative Forsa-Studie im Auftrag der Krankenkasse wurden von Mitte Oktober bis Mitte November 3019 Frauen und Männer befragt. Auch 2010 und 2011 hatte die DAK-Gesundheit Umfragen über die Angst vor Krankheiten in Auftrag gegeben.

Die jetzige Untersuchung zeigt: 68 Prozent der Befragten fürchten sich am meisten vor einem bösartigen Tumor. Das ist ein Rückgang um fünf Punkte, in den Jahren 2010 und 2011 waren es noch je 73 Prozent. Auch die Sorge vor einer psychischen Erkrankung wie etwa einer Depression nahm ab - von 36 Prozent im vergangenen Jahr auf nun 28 Prozent. "Erstmals haben mehr Menschen Angst vor Alzheimer und Demenz als vor einem Schlaganfall, wobei im Vergleich zum Vorjahr auch bei diesen Diagnosen die Furcht spürbar abnahm", hieß es. Die Befragten konnten mehrere Krankheiten nennen, die ihnen Angst machen.

Rückgang der Ängste

Den Rückgang der Ängste führt die Kasse auch auf Medienberichte zurück. Während 2011 etwa der Reaktorunfall in Japan und damit zusammenhängende Strahlenerkrankungen, der EHEC-Virus und die Alzheimer-Erkrankung von Ex-Schalke-Manager Rudi Assauer für viele "Gesundheits-Schlagzeilen" gesorgt hätten, dominiere in diesem Jahr die Berichterstattung über die Finanzkrise. "Es scheint, als ob permanente Medienberichte über Krankheiten und Gesundheitsrisiken auch die Ängste der Menschen schüren", erklärte Dieter Carius von der DAK-Gesundheit. Derzeit hätten viele Menschen aber vermutlich andere Probleme, als sich Sorgen um mögliche Krankheiten zu machen.

Ihren derzeitigen Gesundheitszustand schätzten 88 Prozent der Befragten - wie im Vorjahr - als gut oder sehr gut ein. Für besonders gesund halten sich die Menschen in Niedersachsen und Bayern (jeweils 92 Prozent), Schlusslichter sind Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt (je 84 Prozent).

DPA/DPA

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