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Wissenschaftler sagen Tigermücken den Kampf an

Die asiatische Tigermücke gehört zu den risikoreichsten Stechmücken überhaupt. Seit letztem Sommer gibt es Nachweise dafür, dass die Tiere auch in Deutschland verbreitet sind. Forscher greifen nun zu ungewöhnlichen Methoden, um die Ausbreitung der Mückenart zu stoppen. 

Zu sehen ist eine asiatische Tigermücke auf menschlicher Haut

Die asiatische Tigermücke (Aedes Albopictus) hat auch durch die globale Erwärmung den Weg nach Deutschland gefunden. Sie kann durch ihren Stich gefährliche Viren übertragen.

Die asiatische Tigermücke ist in Europa angekommen. Auch in Deutschland wurden bereits Funde dokumentiert. Um zu verhindern, dass die Stechmücken sich hier ansiedeln, wollen Wissenschaftler den Einsatz von sterilisierten Männchen testen. So könne man die Ausbreitung der gefährlichen Insekten einschränken. "Wenn die Weibchen mit diesen Männchen kopulierten, bekämen sie keine lebensfähigen Nachkommen", sagte der Biologe Norbert Becker der Deutschen Presse-Agentur in Speyer. Becker ist wissenschaftlicher Direktor der kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) und Direktor des Instituts für Dipterologie, das die bekämpft.

Die Asiatische Tigermücke ist ein Risiko

Die aus Asien stammende Stechmücke gilt als besonderes Risiko, weil sie theoretisch mehr als 20 Virusarten übertragen kann, darunter gefährliche Varianten wie das Dengue-Fieber, das für zuvor geschwächte Menschen tödlich enden kann. Ob das Zika Virus, das vergangenen Sommer weltweit durch bekannte Fälle Aufmerksamkeit erregt hatte, auch durch die Tigermücke übertragen wird, ist noch nicht vollständig geklärt. Die Insekten, die in Italien bereits verbreitet sind, kamen in den vergangenen Jahren nach - auf Güterzügen und Lastwagen entlang der Autobahn Basel-Frankfurt (A5). Nachweise gibt es unter anderem in Freiburg und Heidelberg, wo seit Sommer 2016 ein Versuch mit sterilisierten Männchen läuft.

In Rheinland-Pfalz und im Saarland ist den Experten bislang noch keine Tigermücke ins Netz gegangen. Sie könne aber auch entlang der Autobahnen Hockenheim-Koblenz (A61) und Saarbrücken-Mannheim (A6) auftreten, sagte .


fk/DPA

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