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Es geht wieder los

Das Vogelgrippe-Virus H5N1 ist in Asien wieder auf dem Vormarsch. In Japan tauchte der tödliche Erreger erstmals nach drei Jahren wieder auf. Und auch in China, Indonesien und Thailand verendeten Tiere. Aber auch menschliche Todesopfer forderte das Virus im neuen Jahr schon.

In Japan ist zum ersten Mal seit drei Jahren wieder die gefährliche H5N1-Variante der Vogelgrippe nachgewiesen worden. Dies hätten Tests auf einer Geflügelfarm in der südwestlichen Präfektur Miyazaki ergeben, erklärte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums am Dienstag. In der vergangenen Woche waren 4.000 der insgesamt 12.000 Tiere an dem Virus verendet. Am Montag wurden die Kadaver und die restlichen 8.000 Hühner verbrannt. Berichte über ein Auftreten beim Menschen lägen nicht vor.

Vier Tote in Indonesien

In Südostasien ist die Vogelgrippe wieder auf dem Vormarsch. In Thailand ist das Vogelgrippevirus H5N1 erstmals seit dem vergangenen Juli wieder nachgewiesen worden. Die Behörden fanden den Erreger in Enten rund 340 Kilometer nördlich von Bangkok. Mehr als 2000 der Tiere wurden daraufhin getötet.

In Indonesien starben seit Jahresbeginn vier Menschen an dem Virus: Eine 37 Jahre alte Hühnerhändlerin, die am 30. Dezember ein H5N1-infiziertes Huhn gekocht und gegessen hatte, sowie zwei Frauen im Alter von 22 und 27 Jahren und ein 14-jähriger Junge. Damit ist der Inselstaat mit 61 Todesfällen das weltweit von der Vogelgrippe am stärksten betroffene Land. China meldete vor einigen Tagen die Erkrankung eines 37-jährigen Landwirts und damit den ersten Fall seit mehreren Monaten. Und auch in Vietnam wurden in den vergangenen Wochen Ausbrüche in mehreren Provinzen festgestellt.

Noch keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung

Seit 2003 wurde eine Infektion mit dem auch für Menschen gefährlichen Virusstamm H5N1 bei mehr als 260 Menschen in zehn Ländern nachgewiesen. Rund 160 der Erkrankten verstarben. Dabei wird der Erreger bislang nur von Tier zu Tier oder von Tier zu Mensch übertragen. Wissenschaftler befürchten, das Virus könnte mutieren und sich dann direkt von Mensch zu Mensch ausbreiten. Die Folge könnte ihrer Einschätzung nach eine weltweite Epidemie mit Millionen von Todesopfern sein.

Reuters/AP/DPA/AP/DPA/Reuters
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