Hamburger haben ein gutes Herz

10. November 2006, 07:00 Uhr

Die häufigste Todesursache für deutsche Männer ist eine Herzkrankheit. Wie die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie berichtet, spielt bei einer Herzerkrankung aber auch der Wohnort eine Rolle. Zumindest statistisch.

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Stechen in der Brust - Anzeichen für einen Herzinfarkt. In Hamburg, Bremen und Baden-Württemberg gibt es die wenigsten Herzerkrankungen©

Die Sterblichkeit bei Herzerkrankungen in Deutschland geht insgesamt zurück. Doch nicht alle Deutschen profitieren davon gleichermaßen, wie der von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie präsentierte Herzbericht 2005 zeigt. Demnach hängt das Risiko für Herzerkrankungen zumindest statistisch gesehen auch vom Wohnort ab. So liegen etwa Baden-Württemberg, Bremen und Hamburg bei vielen Faktoren in Sachen Herzgesundheit weit vorne: Dort sind Krankenhausaufenthalte wegen vier Herzerkrankungen - koronare Herzkrankheit, Herzklappenerkrankungen, Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz - am seltensten. Am häufigsten sind solche Aufenthalte im Saarland und in Thüringen. Die mit Abstand niedrigste Sterblichkeit beim akuten Herzinfarkt hat dagegen mit 18 Todesfällen pro 100.000 Einwohner Berlin, gefolgt wiederum von Bremen und Hamburg.

Dicke Taille - schlechtes Herz

Besonders schlecht schneiden hier nach Angaben der Fachgesellschaft die Bundesländer Brandenburg und Sachsen-Anhalt ab. Einen Zusammenhang zwischen Herzinfarkt und Taillenumfang zeigt zudem eine Untersuchung der Uniklinik Lübeck: Demnach steigt mit dem Taillenumfang das Risiko, innerhalb der nächsten zehn Jahre einen Herzinfarkt zu erleiden. Männer mit einem Taillenumfang ab 102 Zentimeter haben in diesem Zeitraum durchschnittlich ein 1,8-fach höheres Infarktrisiko als Männer mit einer Weite unter 88 Zentimetern. Die Studie umfasste insgesamt knapp 36.000 Patienten, die an einem vorgegebenen Stichtag in rund 1500 Arztpraxen vorsprachen.

Eine Münchner Untersuchung zeigt, dass eine zusätzliche dritte Sportstunde pro Woche über die Dauer von sechs Monaten die Cholesterinwerte der Schüler bessert. Ausdauer-, Kraft- und Beweglichkeitstraining in Kombination mit Sport- und Gesundheitstheorie senkte bei den insgesamt 46 Schülern der Oberstufe 11 das LDL-Cholesterin um durchschnittlich 23 Prozent.

AP
 
 
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