. .
Gesundheit - News und Ratgeber
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
19. Juli 2010, 10:29 Uhr

Forscher fordern frühere Behandlung

Eine schnellere Therapie mit Virushemmern könnte HIV-Infizierten langfristig helfen, berichten Forscher zum Beginn der Weltaidskonferenz. Doch es fehlt das Geld, um alle Betroffenen weltweit zu versorgen.

Aids, HIV, Welt-Aids-Konferenz, Weltaidskonferenz, HI-Virus, HIV-Virus, Immunschwächekrankheit, Virushemmer, Aids-Kranke

Nicht jeder Aidskranke bekommt Virushemmer, die den Verlauf der Krankheit bremsen© O. Hanlon/Unaids/DPA

Mit einer Studie über die Behandlung von HIV-Patienten haben US-Forscher die Stoßrichtung der Weltaidskonferenz in Wien vorgegeben. Ihre Empfehlung, früher mit antiviralen Therapien zu beginnen, dürfte neben einem Impfstoff gegen HIV und vorbeugenden Maßnahmen einer der Schwerpunkte des Treffens sein, das am Sonntagabend begann.

In ihrer neuen Studie legte die Wissenschaftlergruppe dar, dass eine Behandlung von HIV-Patienten noch vor Auftreten erster Symptome langfristig die Sterberate senkt. Die Medikamente zur Unterdrückung des HI-Virus, der das Immunsystem angreift, führten bei frühzeitiger Anwendung auch zu einem weniger schweren Verlauf der Krankheit Aids. Die Forscher schließen aus ihrer Untersuchung, die auch in der US-Fachzeitschrift "Journal of the American Medical Association" veröffentlicht wurde, das vor allem Schwangere, Ältere und Infizierte, die gleichzeitig etwa an Hepatitis leiden, frühzeitig therapiert werden sollten.

Auf der Weltaidskonferenz tagen bis Freitag 20.000 Forscher, Ärzte, Politiker und Vertreter verschiedener Organisationen. Die Fachleute wollen unter anderem über einen besseren Einsatz der Virenhemmer beraten. Weltweit sind derzeit mehr als 33 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert, in Deutschland sind es rund 67.000. Jährlich sterben rund zwei Millionen Menschen an der Krankheit.

Es fehlen mehr als elf Milliarden Dollar

Eine zeitigere Behandlung mit Virenhemmern stellt die Länder jedoch vor Herausforderungen. Nach Schätzungen des UN-Aidsprogramms (Unaids) werden in diesem Jahr rund 25 Milliarden Dollar (rund 19,3 Milliarden Euro) im Kampf gegen Aids benötigt. Derzeit fehlen dazu einer Analyse des US-Magazins "Science" zufolge allerdings 11,3 Milliarden Dollar. Zwei Drittel der weltweit mit HIV Infizierten leben in Afrika südlich der Sahara, wo die Ausstattung mit Ärzten und Laboren ohnehin dürftig ist.

Derzeit würden etwa fünf Millionen mit HIV lebende Menschen behandelt, während 11 bis 14 Millionen keinen Zugang zu Medikamenten hätten, hatte Mats Ahlund, Direktor des Organisationsbüros der Internationalen Aids-Gesellschaft, vor dem Kongress betont.

AFP/DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Welt-Aids-Tag "Mein Kind ist HIV-positiv"

Für HIV-positive Kinder in Deutschland ist nicht das Virus der größte Feind, sondern die Unwissenheit und Angst der anderen. Viele Familien schweigen, weil sie Ausgrenzung und Repressionen fürchten. Sabine Rockhoff geht dagegen ganz offen mit der Krankheit ihrer Pflegekinder um. mehr...

30 Jahre HIV und Aids Das tückische Virus

Es ist still geworden um Aids. Vielleicht, weil neue Medikamente eine trügerische Sicherheit verbreiten. Dabei ist auch 30 Jahre nach dem ersten Auftreten des tückischen Virus ein Heilmittel gegen die Immunschwäche nicht gefunden. mehr...

HIV und Aids Pockenimpfung als Schutz gegen HI-Viren

Die Einstellung der Pockenimpfung könnte mit dafür verantwortlich sein, dass sich HIV seit den 1950er Jahren stark verbreitet hat. Der Grund: Beide Viren verfolgen eine ähnliche Strategie, um eine Zelle zu entern. mehr...

Welt-Aids-Tag Leben in der Aids-WG

Seit 1989 existiert in Ludwigsburg eine Wohngemeinschaft für HIV-Positive und Aidskranke. Zum Anfang war sie ein Hospiz, die Betroffenen kamen zum Sterben. Das hat sich geändert. Doch einfach ist der Alltag noch immer nicht. mehr...