Selbst wer 2500 Euro im Monat verdient, droht im Alter auf Sozialhilfe angewiesen zu sein. Für welche Berufe dies gilt, zeigt unser Gehaltscheck - von A wie Altenpfleger bis Z wie Zahntechniker. Von Peter Neitzsch
Millionen Durchschnittsverdienern droht der Absturz in die Sozialhilfe, wenn sie von 2030 an in den Ruhestand gehen und nicht privat vorgesorgt haben. So lassen sich jedenfalls die neuesten Zahlen des Arbeitsministeriums interpretieren, die über die "Bild am Sonntag" öffentlich geworden sind und eine neue Debatte über Altersarmut in Deutschland ausgelöst haben. Demnach bekommen selbst Arbeitnehmer, die 2500 Euro brutto im Monat verdienen und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, nur eine Rente in Höhe des Grundsicherungsbetrags von 688 Euro. Betroffen sind Millionen Beschäftigte.
stern.de hat das Gehaltsportal www.lohnspiegel.de der Hans-Böckler-Stiftung ausgewertet und Berufe gesucht, in denen im Schnitt weniger als 2500 Euro verdient wird. Rund 200.000 Beschäftigte haben seit 2004 mit ihren Auskünften zu der Datenbank beigetragen. Die Daten sind zwar nicht repräsentativ, geben aber eine verlässliche Orientierung darüber, was in Deutschland gezahlt wird.
Die folgenden Gehaltsangaben beziehen sich auf das Bruttoeinkommen von männlichen Arbeitnehmern mit zehn Jahren Berufserfahrung, die in Betrieben mittlerer Größe arbeiten.