Zehn Thesen im Check

Putzt eine Elektrozahnbürste gründlicher? Können Kaugummis das Zähneputzen ersetzen? Sind die Gene an schlechten Zähnen schuld? stern.de hat zehn Thesen zur Zahnpflege überprüft.

Parodontitis, Parodontose, Karies

Zu viel Zucker in der Nahrung trägt dazu bei, dass sich besonders schädliche Bakterien im Mund vermehren. Die wiederum greifen die Zähne an©

Der Generalangriff auf den Zahn startet in dem Moment, in dem er das Zahnfleisch durchstößt und in den Mundraum gelangt: Er kommt in feindliches Terrain. An die 900 Arten von Bakterien hausen hier, bis zu einer Milliarde in einem Milliliter Speichel. Die meisten von ihnen sind harmlos, doch einige können die Zahnsubstanz angreifen und hartnäckige Entzündungen am Zahnfleisch und am Zahnhalteapparat verursachen.

Zudem zerren im Lauf unseres Lebens gewaltige Kräfte an unseren Zähnen. Beim Beißen können Kräfte entstehen, die dem Druck von 80 Kilogramm entsprechen. Wenn das Gebiss es schafft, 50 Jahre lang durchzuhalten, wird es mehr als 20 Tonnen Nahrung zerkleinert haben. Kein Wunder also, dass Zähne und Mundhöhle häufig krank sind. Meist treten folgende Probleme auf:

Was Bakterien ausscheiden, schadet den Zähnen

Bis zur Geburt ist die Mundhöhle steril. Kaum geboren, siedelt sich dort eine Vielzahl verschiedener Mikroorganismen an. Im Lauf der ersten Lebensjahre stellt sich ein Gleichgewicht unter den Bakterienarten ein: Die normale Mundflora ist entstanden. War allerdings zu häufig Zucker in der Nahrung, hat sich ein Übeltäter besonders gut vermehrt können: Streptococcus mutans ist eine der schädlichsten Bakterien im Mund, es zerstört Zähne besonders häufig.

Streptococcus mutans ernährt sich von Nahrungsresten, es wandelt Kohlenhydrate um in Säuren. Die sauren Überbleibsel scheidet das Bakterium wieder in die Mundhöhle aus. Die Mikrobe lebt im Zahnbelag, auch Plaque genannt. Die gelb-weiße Plaque bildet sich aus Bestandteilen des Speichels, aus Nahrungsresten und Zellen vieler unterschiedlicher Bakterien. Hat sich der Belag verdichtet, fühlen sich Kariesbakterien besonders wohl, wüten umso heftiger und scheiden dabei umso mehr Säure aus.

Diese Säure löst die Mineralkristalle aus dem Schmelz. Der Zahn wird porös, und die Säure kann noch tiefer eindringen. Sichtbar wird das an hellen Flecken auf dem Schmelz. Nach einiger Zeit sind diese Stellen mürbe, färben sich dunkel, die Oberfläche bricht ein, und das Loch ist da. "Karies", heißt dann der Befund des Zahnarztes. Spätestens, wenn die Karies bis zum Zahnmark reicht, tut es ziemlich weh.

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