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Zupfen, wachsen oder lasern?

Das weibliche Schönheitsideal will es so: Haare an Achseln, Beinen und Co. müssen weg. Dazu greifen viele zu Rasierklingen, Wachs oder Chemie. Wir klären auf, wann welche Methode am sinnvollsten ist.

  Mit dem Kult um den haarlosen Körper verdient sich die Kosmetikbranche eine goldene Nase. Doch welche Methode ist wann ratsam?

Mit dem Kult um den haarlosen Körper verdient sich die Kosmetikbranche eine goldene Nase. Doch welche Methode ist wann ratsam?

Glatte, unbehaarte Beine - das wünschen sich viele Frauen. Männer stört manchmal die Haarinsel über ihrem Waschbrettbauch. Beide Geschlechter bevorzugen haarfreie Achseln. Meistens ist es Geschmackssache, welche Haare verschwinden sollen. Auch die Mode spielt eine Rolle. Die ändert sich aber ständig.

Manchen Menschen wachsen an untypischen Stellen Haare. Oder ihre Behaarung ist stärker als normal. Mediziner bezeichnen das als Hypertrichose. Betroffene Frauen und Männer leiden seelisch oft sehr darunter - besonders, wenn die Haare an deutlich sichtbaren Körperregionen wuchern.

Ein Beispiel ist der Damenbart. Etwa acht Prozent aller Frauen haben im Gesicht oder auch am Dekolleté übermäßig viele Haare. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe: Bei manchen Frauen ist es eine Veranlagung, andere haben zu viele männliche Hormone. Manchmal spießen die Haare auch, wenn die Betroffenen bestimmte Medikamente einnehmen. Wenn Sie einen Damenbart haben, der Sie stört, wird ein Arzt immer versuchen, die Ursache zu finden und zu beseitigen. Bis das gelungen ist, werden Sie das unerwünschte Bärtchen am einfachsten mit einer Haarentfernung los.

Welche Methode Sie wählen, um lästige Haare zu entfernen, hängt auch davon ab, wo sie wachsen. Gegen einen Damenbart etwa helfen die gute alte Pinzette, eine spezielle verschreibungspflichtige Salbe, eine Nadelepilation oder eine Laserbehandlung. Zum Enthaaren der Beine können Sie zum Beispiel zum Rasierer oder zu Wachs greifen.

Auszupfen & Rasieren

Einzelne Härchen lassen sich am einfachsten mit einer Pinzette auszupfen. Das schmerzt allerdings, reizt die Haut und kostet Zeit. Daher empfiehlt sich diese Methode nur, wenn Sie kleine Flächen enthaaren wollen, etwa an den Augenbrauen, den Brustwarzen oder am Kinn. Außerdem müssen Sie regelmäßig zupfen. Denn die herausgezogenen Stellen Haare wachsen nach einigen Tagen wieder nach.

Epilieren: Bei ersten Mal tut's richtig weh

Auch Epiliergeräte arbeiten mit Pinzetten. Sie werden elektrisch betrieben. Die kleinen Zangen packen die Stellen Haare oberhalb der Wurzel und reißen sie aus. Das schmerzt beim ersten Mal ganz besonders. Danach tut die Prozedur weniger weh, weil die nachwachsenden Haare weicher sind. Die behandelten Hautpartien bleiben zwei bis drei Wochen glatt. Ein Nachteil dieser Methode: Wenn die Haare nachwachsen, kann es zu Entzündungen kommen. Um das zu vermeiden, sollten Sie das Gerät und Ihre Haut nach dem Enthaaren desinfizieren. Um Haare im Gesicht oder im Schambereich zu entfernen, ist das Epilieren zu schmerzhaft.

Rasieren: Bitte nicht die Schamhaare!

Haare wegrasieren können Sie mit einem elektrischen Rasiergerät oder nass mit Rasierklinge und Seife oder Schaum. Fürs Rasieren spricht, dass es schnell und einfach geht. Der Nachteil: Nach kurzer Zeit sprießen die Haare aber wieder. Im Gesicht dauert es etwa einen halben bis drei Tage, an den Beinen maximal eine Woche. Außerdem strapaziert Rasieren die Haut. Daher sollten Sie ihr anschließend ein After-Shave oder eine Creme gönnen. Bei einer Nassrasur werden die Haare manchmal so kurz gekappt, dass sie tief in der Haut nachwachsen. Biegen sie sich dabei zur Seite, können sie in die Haut wachsen und eine Entzündung verursachen. In der Bikinizone, wo die Haare sich kräuseln, passiert das vergleichsweise oft. Schamhaare sollten Sie daher besser nicht wegrasieren.

Cremen & Wachsen

Enthaarungscremes enthalten sogenannte Thioglykolaten. Sie zerstören die Hornschicht des Haares und lösen sie auf. Die Cremes müssen etwa fünf bis 15 Minuten einwirken, dann lassen sich die Haarreste von der Haut schaben oder abwaschen. Der Effekt hält einige Tage. Der Nachteil: Die Cremes können die Haut angreifen und Kontaktallergien auslösen. Testen Sie das Produkt daher erst an einer kleinen Körperstelle wie der Armbeuge, bevor sie größere Flächen damit behandeln. Um Barthaare zu entfernen, ist die Methode nicht geeignet. Auch Schamhaare sollten Sie damit nicht entfernen, da die Cremes nicht in Kontakt mit Schleimhäuten kommen dürfen.

Gegen Damenbart gibt`s Salben auf Rezept

Die Pharmaindustrie hat für Frauen mit einem Damenbart oder vielen Haaren im Dekolleté eine medizinische Salbe entwickelt. Das verschreibungspflichtige Medikament enthält den Wirkstoff Eflornithin. Betroffene müssen die Salbe zweimal täglich auftragen. Studien haben gezeigt, dass Eflorithin einem Drittel der Frauen sehr gut hilft, einem weiteren Drittel mittelstark und einem Drittel gar nicht. Nebenwirkungen sind selten. Benutzerinnen beschreiben sie als Brennen, Stechen, Kribbeln und akneartigen Ausschlag. Eflornithin kann den Effekt einer Laserepilation verstärken.

Wachsen: Mit einem Ruck sind die Haare weg

Beim Enthaaren mit Wachs tragen Sie eine warme Wachsmasse oder eine kalte Wachsfolie auf die Haut. Nach dem Antrocknen reißen Sie die Wachsschicht mit einem Ruck heraus. Da die Haare im Wachs festkleben, werden sie samt Wurzeln mit ausgerissen. Die Prozedur ist schmerzhaft und kann die Haut reizen. Wenn die Haare nachwachsen, können außerdem Entzündungen entstehen. Die Wirkung einer Wachsbehandlung hält drei bis sechs Wochen an. Um Gesichtshaare zu entfernen, ist die Behandlung in der Regel zu schmerzhaft.

Nadeln & Lasern

Bei der Nadelepilation - auch Elektroepilation genannt - führt eine Kosmetikerin eine hauchdünne Sonde in den Haarkanal ein und setzt ihn kurz unter Strom. Das soll die Haarwurzel zertrümmern. Danach zupft sie das gelockerte Haar mit einer Pinzette aus. Diese Prozedur ist sehr zeitaufwendig und schmerzhaft. Außerdem kann sich der Haarkanal entzünden.

Meist wird die Methode daher nur eingesetzt, um einzelne Haare im Gesicht zu beseitigen, etwa am Kinn. Sie gilt als einzige Methode, Haare dauerhaft zu entfernen - allerdings nur, wenn sich das Haar gerade in der Wachstumsphase befindet. Es kann daher passieren, dass die Hälfte der behandelten Haare nachwächst - und die schmerzhafte Behandlung von Neuem beginnt.

Anders als bei der Laserbehandlung spielt es bei der Nadelepilation keine Rolle, ob die Haare hell oder dunkel sind. Auch gebräunte Haut lässt sich ohne Probleme behandeln.

Laserstrahlen zerstören nur dunkle Haare

Der Energiestrahl des Lasers soll die Haarwurzel schädigen. Das funktioniert aber nur, wenn die Haare und ihre Wurzeln dunkel sind. Der Grund: Sie enthalten den Hautfarbstoff Melanin, der das Licht des Lasers absorbieren kann. Die Wurzeln von hellen und grauen Haaren nehmen das Licht nicht auf. Der Laser kann sie daher nicht angreifen. Damit Haare komplett verschwinden, sind meist mehrere Durchgänge nötig, denn der Laserstrahl kann nur wachsende Haare zerstören.

Das Lasern fühlt sich an wie kleine Nadelstiche und ist nahezu schmerzfrei. Doch Vorsicht: Während der Behandlung kann die Haut rot werden und anschwellen. Auf gebräunter Haut sind Verbrennungen möglich. Darüber sollte Sie die Ärztin oder die Kosmetikerin vor einer Laserepilation genau informieren. Eine seriöse Anbieterin erkennen Sie daran, dass sie Sie in einem Vorgespräch über die Behandlung und ihre Risiken genau aufklärt und erst eine Testbehandlung macht.

Blitzlampen: Lichtstöße schädigen die Haarwurzeln

Blitzlampen sehen oft aus wie Lasergeräte, funktionieren aber anders. Ihr Licht hat keine feste Wellenlänge, sondern ein breites Spektrum von Wellenlängen. Mit verschiedenen Filtern können Hautärzte oder Kosmetiker das Gerät auf unterschiedliche Haar- und Hauttypen einstellen. Bei der Methode, die auch IPL-Technik heißt, gibt eine Lampe stoßartig Licht ab, mit dem sie die Haarwurzeln zerstört. Wie beim Lasern und bei der Nadelepilation lassen sich nur Haare in der Wachstumsphase entfernen. Die Nachteile dieser Methode: Die Haut kann sich röten und anschwellen, und es kann zu Verbrennungen kommen.

Martina Janning

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