11. November 2009, 18:08 Uhr

Hersteller soll Impfstoff schneller liefern

Der Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix ist knapp. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler drängt deshalb den Hersteller zu einer schnelleren Auslieferung. 20 Millionen Dosen und ein besonderes Serum für Schwangere sollen bis Ende Dezember kommen. Doch auch das wird nicht reichen.

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In vielen Arztpraxen derzeit Mangelware: Die Impfdosis Pandemrix©

Angesichts der grassierenden Schweinegrippe sollen bis Ende November 9,3 Millionen Dosen des Impfstoffs Pandemrix ausgeteilt sein, bis Ende des Jahres weitere 10,7 Millionen. Das habe der Hersteller Glaxo-Smith-Kline den Gesundheitsministern von Bund und Ländern zugesichert, sagte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) am Mittwoch in Berlin. "Diese Zahlen machen schon deutlich, dass nicht jeder geimpft werden kann", räumte Rösler zugleich ein. Bis die insgesamt bestellten 50 Millionen Dosen des begehrten Serums verteilt sind, dürfte es noch bis März dauern. Wie weit die Scheinegrippe-Welle dann ist, kann niemand vorhersagen. Nun ist es laut Rösler wichtig, die Empfehlungen der Impfkommission zu beachten.

Im Klartext bedeutet das, dass Gesunde erstmal weiter weitgehend leer ausgehen sollen. Zunächst müssten Polizisten, Feuerwehrleute und Beschäftigte im Gesundheitswesen geschützt werden, dann oder zugleich chronisch Kranke, weil der Erreger bei ihnen besonders hart zuschlagen kann. "Wichtig ist, dass jetzt nicht jeder sofort zu den Impfstellen rennt", erklärte Rösler.

150.000 Impfdosen für Schwangere

Die Minister vereinbarten auch die Bestellung eines eigenen Impfstoffs ohne umstrittenen Wirkverstärker für Schwangere. Dieser soll bei der australischen Firma CSL geordert werden. Er solle noch im Dezember eintreffen.

Wegen des Verstärkers gilt eine Impfung werdender Mütter unter Experten als nicht bedenkenlos. Taubert zufolge sollen 150.000 Dosen geordert werden, was für die Hälfte der Schwangeren ausreiche. Rösler sagte, aufgrund der geringen Stückzahlen müsse dieser Impfstoff werdenden Müttern vorbehalten bleiben.

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DPA
 
 
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