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13. August 2009, 16:52 Uhr
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Schweinegrippe nicht zu stoppen

Keine Entwarnung in Sicht: Die Schweinegrippe wird sich weiter weltweit ausbreiten, wie die Weltgesundheitsorganisation fürchtet. Jedes Land müsse einen Impfplan aufstellen. WHO-Direktorin Marie-Paule Kieny forderte die Pharmafirmen auf, unter Hochdruck an einem Impfstoff zu arbeiten.

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Eine Mitarbeiterin des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline arbeitet an einem Impfstoff gegen die Schweinegrippe© Ralf Hirschberger/DPA

Die Schweinegrippe kann nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht eingedämmt werden. Die UN-Organisation wies die Pharmahersteller am Montag deshalb an, unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen das H1N1-Virus zu arbeiten. "Das Komitee hat festgestellt, dass die Pandemie nicht zu stoppen ist. Deswegen müssen alle Länder Zugang zu Impfstoffen haben", sagte die WHO-Direktorin Marie-Paule Kieny. Da sich das Virus in den Ländern unterschiedlich schnell ausbreite, müssten auch nationale Impflösungen gefunden werden. Als erstes müsste das Gesundheitspersonal geimpft werden, um das Gesundheitssystem funktionsfähig zu halten, so Kieny. Dann kämen besonders gefährdete Menschen jeden Alters mit chronischen Krankheiten an die Reihe.

Die USA wollen offiziellen Angaben zufolge zusätzlich 884 Millionen Dollar für den Kauf von Inhaltsstoffen für ein Impfmittel ausgeben. Den Pharmakonzernen Sanofi Aventis, GlaxoSmithKline, Novartis und der zu AstraZeneca gehörenden Sparte MedImmune solle das Geld zur Verfügung gestellt werden. Die US-Gesundheitsbehörden haben bereits 649 Millionen Dollar in den Kauf von Impfstoffen auf Basis des H1N1-Virus und 283 Millionen Dollar in die Anschaffung von Mitteln zur Stärkung des Immunsystems investiert.

Die sogenannte Schweinegrippe ist die erste weltweite Epidemie des 21. Jahrhunderts. Schätzungen zufolge haben sich mehr als eine Million Menschen damit angesteckt. Nach jüngsten Zahlen der EU-Seuchenbehörde ECDC sind bislang mehr als 110.000 Menschen an Schweinegrippe erkrankt, es gibt jedoch eine hohe Dunkelziffer. 572 der Patienten sind gestorben. Die UN-Gesundheitsorganisation WHO spricht von einer überwiegend moderat verlaufenden Erkrankung.

Reuters/DPA

KOMMENTARE (7 von 7)
 
seppmaier (14.07.2009, 12:33 Uhr)
propaganda!
es ist zum kotzen, wie hier schon wieder mit der angst der bürger gespielt wird. (was ist eigentlich aus der vogelgrippe geworden?)
bisher wurde nicht einmal ein wissenschaftlich zweifelsfreier nachweiss über die existenz des schweinegrippe-virus geliefert. nur gequatsche und panikmache.
ein nachweiss über die wirksamkeit des impfstoffes fehlt natürlich ebenso. es bleibt eine frage: wer profitiert davon?
Henning100 (14.07.2009, 12:26 Uhr)
Ihr habt alle recht
Schliesse mich allen Vor-Kommentaren an. Derweil lacht sich die Pharma-Industrie kaputt, und scheffelt nur so die inzwischen Milliarden. Und die Presse unterstuetzt diesen Schwachsinn auch noch. Mein Gott, Leute, zaehlt doch mal lieber auf, wieviele Menschen TAEGLICH an anderen Seuchen sterben. Aber nein, seit nunmehr Monaten wird dieser Quatsch ueber die Schweine-Grippe verbreitet. Das Sommerloch laesst gruessen ......
onkel.erwin (14.07.2009, 11:41 Uhr)
Wenn schon rechnen, dann bitte richtig.
Laut WHO liegt die Erkrankungszahl in den USA derzeit bei 35.000 Fällen, bei 300 Mio. Einwohnern. Die Prävalenz beträgt demnach 0,001 Prozent. Die Letalität (Sterblichkeit) liegt weltweit bei 0,5 Prozent aller Erkrankungen. Übertragen auf deutsche Verhältnisse (80 Mio. Einwohner) bedeutet das: 800 Erkrankte, 4 Tote. Vier. In Worten: Vier. In Ziffern: 4.
H.P. (14.07.2009, 10:24 Uhr)
der beste Schutz.
Wie soll man sich schützen?
Nicht jeder bekommt diese Grippe, eine gesunde Ernährung und viel an die frische Luft ist der beste Schutz.
Kasperltheater (14.07.2009, 10:24 Uhr)
Das Problem ist doch....
dass der Virus gerade dabei ist sich anzupassen. Was nutzt mir ein Impfstoff gegen eine sich anpassende Virenpopulation, wenn der mutierte, angepasste Virus, ein zu unterschiedliches Genom oder eine veränderte Proteinhülle aufweisen sollte?
Datenaktuell (14.07.2009, 09:32 Uhr)
Freiwillige Impfpläne zügig vorbereiten
Jetzt wird es an der Zeit dass die Menschen sich freiwillig entscheiden für Impfung gegen H1N1/09, für die normale Grippeimpfung oder impffrei (wie bei Senioren).
Gleichzeitig auch Gelegenheit allg. Hygieneregeln nochmals zu vermitteln und das Thema Mundschutz zu thematisieren.
Erste Abschätzung über 1/3 Infektion im Land würden etwa 25-50.000 (0,1%)Todesfälle bedeuten bis Ende 2009.
Das ist an Zahl viel, aber für Grippe auch wiederum nicht übermässig.
JohnnyCash (14.07.2009, 09:31 Uhr)
Die WHO...
... hat schon bei BSE und Vogelgrippe laut geschrien.
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