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14. Juli 2009, 08:40 Uhr

Schweinegrippe nicht zu stoppen

Keine Entwarnung in Sicht: Die Schweinegrippe wird sich weiter weltweit ausbreiten, wie die Weltgesundheitsorganisation fürchtet. Jedes Land müsse einen Impfplan aufstellen. WHO-Direktorin Marie-Paule Kieny forderte die Pharmafirmen auf, unter Hochdruck an einem Impfstoff zu arbeiten.

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Eine Mitarbeiterin des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline arbeitet an einem Impfstoff gegen die Schweinegrippe© Ralf Hirschberger/DPA

Die Schweinegrippe kann nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht eingedämmt werden. Die UN-Organisation wies die Pharmahersteller am Montag deshalb an, unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen das H1N1-Virus zu arbeiten. "Das Komitee hat festgestellt, dass die Pandemie nicht zu stoppen ist. Deswegen müssen alle Länder Zugang zu Impfstoffen haben", sagte die WHO-Direktorin Marie-Paule Kieny. Da sich das Virus in den Ländern unterschiedlich schnell ausbreite, müssten auch nationale Impflösungen gefunden werden. Als erstes müsste das Gesundheitspersonal geimpft werden, um das Gesundheitssystem funktionsfähig zu halten, so Kieny. Dann kämen besonders gefährdete Menschen jeden Alters mit chronischen Krankheiten an die Reihe.

Die USA wollen offiziellen Angaben zufolge zusätzlich 884 Millionen Dollar für den Kauf von Inhaltsstoffen für ein Impfmittel ausgeben. Den Pharmakonzernen Sanofi Aventis, GlaxoSmithKline, Novartis und der zu AstraZeneca gehörenden Sparte MedImmune solle das Geld zur Verfügung gestellt werden. Die US-Gesundheitsbehörden haben bereits 649 Millionen Dollar in den Kauf von Impfstoffen auf Basis des H1N1-Virus und 283 Millionen Dollar in die Anschaffung von Mitteln zur Stärkung des Immunsystems investiert.

Die sogenannte Schweinegrippe ist die erste weltweite Epidemie des 21. Jahrhunderts. Schätzungen zufolge haben sich mehr als eine Million Menschen damit angesteckt. Nach jüngsten Zahlen der EU-Seuchenbehörde ECDC sind bislang mehr als 110.000 Menschen an Schweinegrippe erkrankt, es gibt jedoch eine hohe Dunkelziffer. 572 der Patienten sind gestorben. Die UN-Gesundheitsorganisation WHO spricht von einer überwiegend moderat verlaufenden Erkrankung.

Reuters/DPA

 
 
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