Die Beschwerden kennt jeder: Es kratzt im Hals, das Niesen hört nicht auf. Die Nase läuft, Gerüche dringen nicht mehr durch, das Atmen fällt schwer. Manchmal kommen Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein allgemeines Mattheitsgefühl dazu. Die Körpertemperatur ist bei Erwachsenen, wenn überhaupt, leicht erhöht. Kinder bekommen häufiger Fieber, im Normalfall ist das aber nicht besorgniserregend hoch.
Der Höhepunkt der Erkältung ist meist nach zwei bis drei Tagen erreicht. Spätestens nach sieben bis zehn Tagen sollte der Spuk vorbei sein. Dauern die Beschwerden länger an, sollten Sie zum Arzt gehen.
Erkältungsviren befallen die Schleimhautzellen in der Nase, im Rachen und im Hals. In diesen Zellen vermehren sich die Erreger. Die Vermehrung ist jedoch nicht zu spüren, vielmehr die Reaktion des Immunsystems darauf. Denn die Körperabwehr schickt verschiedene Botenstoffe auf den Weg. Diese Substanzen locken Immunzellen an, die die Keime vernichten.
Die Immunbotenstoffe sorgen auch dafür, dass sich die Schleimhäute entzünden. Dies geschieht nach etwa zehn bis zwölf Stunden. Diese Entzündung signalisiert uns, dass etwas nicht stimmt: Die Schleimhäute röten sich und schwellen an. Ihre Drüsen sondern eine wässrige, später eine schleimige Flüssigkeit ab. Zwar versuchen die Flimmerhärchen der Nasenschleimhaut, das Sekret in Richtung der Speiseröhre zu befördern, damit es geschluckt wird. Bei einer starken Erkältung funktioniert das aber nicht mehr.
Wenn sich die Viren im Körper ausbreiten, können sie weitere Krankheiten verursachen:
All diese Symptome können auch bei anderen Krankheiten auftreten, etwa bei einer Lungenentzündung. Allerdings sind sie dann schwerer ausgeprägt, dauern länger oder entwickeln sich anders. Ihr Arzt sollte herausfinden, welche Ursache hinter Ihren Beschwerden steckt.
Sind die Schleimhäute von den Viren geschädigt, haben Bakterien leichtes Spiel. Sie können das zerstörte Gewebe ein zweites Mal infizieren. Mediziner sprechen dann von einer Superinfektion. Am häufigsten nutzen Bakterien wie Pneumokokken, Hämophilus influenzae oder Staphylokokken diese Situation aus. Die typischen Zeichen einer solchen Superinfektion sind hohes Fieber, vermehrte Luftnot und manchmal ein zäher, eitriger Auswurf. Er ist meist gelblich-grün oder bräunlich.
Eine bakterielle Superinfektion kann sich in den Nasennebenhöhlen, Ohren oder Lungen entwickeln. Sie kann folgende Krankheiten nach sich ziehen: