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Die unterschätzte Gefahr

Symptome

Grippe beginnt meist plötzlich und sie produziert hohes Fieber - das Thermometer zeigt mindestens 38,5 Grad an. Betroffene husten ständig, aber ohne Auswurf. Und sie haben starke Muskel- oder Kopfschmerzen. Im Gegensatz zur Erkältung befällt die echte Grippe, die Influenza, nicht nur die Atemwege, sondern den gesamten Körper. Hervorgerufen werden Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen durch körpereigene Entzündungsstoffe, mit denen das Immunsystem auf die Erreger reagiert.

Oft fühlen sich die Betroffenen gleich zu Beginn schwer krank. Der Kreislauf schwankt, Ohnmacht und Schwindelgefühle können auftreten. Trotzdem ist für den Arzt nicht immer gleich erkennbar, ob es sich um eine Influenza handelt. Denn die Krankheit hat viele Gesichter; manchmal verläuft sie eher milde ohne Beschwerden.

Weitere Zeichen der Influenza sind:

  • Brennen im Rachen
  • Schmerzen hinter dem Brustbein
  • Extreme Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Augenbrennen
  • Kopfschmerzen
  • Bindehautentzündung
  • Nasenbluten
  • Schwäche
  • Schweißausbrüche
  • Halsschmerzen

Vor allem bei älteren Menschen mit chronischen Erkrankungen kann sich eine Influenza zu einer schweren Lungenentzündung weiterentwickeln. Möglicherweise handelt es sich dann um eine Mischung aus einer baktierellen und einer viralen Entzündung - um eine sogenannte Superinfektion.

Womöglich gehen Herzinfarkte im Winter auf Grippe zurück

Außerdem kann eine Grippe Herzrhythmusstörungen, Lungenödeme oder, sehr selten, eine lebensbedrohliche Gehirnentzündung nach sich ziehen. Welche Komplikationen sich entwickeln, hängt vor allem vom allgemeinen Gesundheitszustand des Kranken ab.

Fachleute vermuten, dass Patienten mit Herzkreislauferkrankungen besonders gefährdet sind. So vergrößert sich die Anzahl der Herzinfarkte vor allem in den Wintermonaten. Bei der Hälfte der Patienten sind entzündete Herzkranzgefäße die Ursache. Solche Entzündungen können die Folge einer Influenza sein.

Möglicherweise kann eine Grippeimpfung daher auch vor Herzinfarkt schützen. Experten gehen davon aus, dass sie die beschriebenen Komplikationen um 25 bis 80 Prozent verringern kann.

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