Therapie
Bei einer Grippe können Sie nur auf Ihr vertrauen. Es wird die Erreger eliminieren. Medikamente können die Ursache nicht beseitigen, sondern nur die Symptome lindern.
Damit Ihre Körperabwehr gut arbeiten kann, sollten Sie sich Bettruhe gönnen. Fachleute empfehlen, drei Tage länger im Bett zu bleiben, als das Fieber anhält.
Sie können den Heilungsprozess nur unterstützen. Zum Beispiel hilft das Inhalieren mit Kamille und Salzlösungen. Das beruhigt die entzündete Schleimhaut in den Atemwegen. Denselben Effekt hat es, wenn Sie gurgeln oder heiße Getränke zu sich nehmen, am besten Tee oder Wasser. Sie sollten bei Fieber ohnehin ausreichend trinken, denn der Körper verliert während der Krankheit sehr viel Flüssigkeit.
Darüber hinaus können Medikamente helfen:
- Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (ASS) lindern die Schmerzen und senken das Fieber.
- Antibiotika sind bei einer Grippe sinnlos. Sie helfen nicht gegen Viren, sondern nur gegen Bakterien. Haben sich zu den Influenzaviren jedoch noch Bakterien gesellt und eine bakterielle Superinfektion ausgelöst, verschreibt Ihnen der Arzt Antibiotika.
Arzneien, die Grippeviren blockieren
Möglicherweise verordnet der Arzt Ihnen Substanzen, die Viren hemmen können. Das ist in Ordnung, sofern Sie zu einer Risikogruppe gehören. Die Medikamente wirken aber nur, wenn sie spätestens 48 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome eingenommen werden.
Bei Grippe stehen unterschiedliche Substanzen als Virenblocker zur Verfügung:
- Neuraminidase-Hemmer: Die Wirkstoffe Oseltamivir und Zanamivir unterbinden die Ausbreitung des Virus. Das hat aber kaum Einfluss auf die Krankheitsdauer. Zudem haben die Substanzen Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen. Bei Asthma kann Zanamivir die Atemnot verstärken.
- M2-Membranprotein-Hemmer: Der Wirkstoff Amantadin verhindert, dass der Erreger in die Zelle eindringen kann. Auch M2-Membranprotein-Hemmer haben Nebenwirkungen, zum Beispiel Schwindelgefühle, Nervosität, Schlafstörungen und neurologische Probleme. Die Substanz wird nur noch selten verschrieben, da sie nur gegen Grippeviren vom Typ A wirkt. Zudem werden die Erreger rasch resistent gegen Amantadin. Dann wirkt die Arznei nicht mehr.