Stern.de-Experte Professor Winfried Kern von der Freiburger Uniklinik beantwortet Ihre Fragen:
Auch wenn die Bevölkerung die Impfung gegen Influenza nicht zufriedenstellend akzeptiert, sind Neuraminidase-Hemmer keine Alternative. Denn sie wirken nur, wenn sie innerhalb der ersten 48 Stunden nach Beginn der Beschwerden eingenommen werden. Zudem sind sie umstritten, weil die Medikamente längst nicht so gut wirken, wie immer beschrieben wird. Sie hemmen die Viren zwar daran, sich weiter zu vermehren. Die Zeit der Erkrankung verkürzt sich dadurch aber nur unwesentlich.
Zwar wird die Vogelgrippe auch durch Influenzaviren ausgelöst. Sie sehen aber komplett anders aus als die Erreger der echten Grippe.
Das Immunsystem älterer Menschen reagiert nicht mehr so gut auf den Impfstoff und schickt entsprechend weniger Abwehrstoffe in den Kampf gegen die Influenzaviren.