Enthaarungscremes enthalten so genannte Thioglykolaten. Sie zerstören die Hornschicht des Haares und lösen sie auf. Die Cremes müssen etwa fünf bis 15 Minuten einwirken, dann lassen sich die Haarreste von der Haut schaben oder abwaschen. Der Effekt hält einige Tage. Der Nachteil: Die Cremes können die Haut angreifen und Kontaktallergien auslösen. Testen Sie das Produkt daher erst an einer kleinen Körperstelle wie der Armbeuge, bevor sie größere Flächen damit behandeln. Um Barthaare zu entfernen, ist die Methode nicht geeignet. Auch Schamhaare sollten Sie damit nicht entfernen, da die Cremes nicht in Kontakt mit Schleimhäuten kommen dürfen.
Die Pharmaindustrie hat für Frauen mit einem Damenbart oder vielen Haaren im Dekolleté eine medizinische Salbe entwickelt. Das verschreibungspflichtige Medikament enthält den Wirkstoff Eflornithin. Betroffene müssen die Salbe zwei Mal täglich auftragen. Studien haben gezeigt, dass Eflorithin einem Drittel der Frauen sehr gut hilft, einem weiteren Drittel mittelstark und einem Drittel gar nicht. Nebenwirkungen sind selten. Benutzerinnen beschreiben sie als Brennen, Stechen, Kribbeln und akneartigen Ausschlag. Eflornithin kann den Effekt einer Laserepilation verstärken.
Beim Enthaaren mit Wachs tragen Sie eine warme Wachsmasse oder eine kalte Wachsfolie auf die Haut. Nach dem Antrocknen reißen Sie die Wachsschicht mit einem Ruck heraus. Da die Haare im Wachs festkleben, werden sie samt Wurzeln mit ausgerissen. Die Prozedur ist schmerzhaft und kann die Haut reizen. Wenn die Haare nachwachsen, können außerdem Entzündungen entstehen. Die Wirkung einer Wachsbehandlung hält drei bis sechs Wochen an. Um Gesichtshaare zu entfernen, ist die Behandlung in der Regel zu schmerzhaft.