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Ratgeber Haut

3. April 2009, 14:26 Uhr

Vorsicht vor der Frühlingssonne!

Endlich Frühling. Das Thermometer steigt über 20 Grad, auch am Wochenende soll das Wetter gut bleiben. Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen will jeder genießen. Doch gerade jetzt ist Vorsicht geboten.

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Zehn bis fünfzehn Minuten in der prallen Sonne reichen für den Anfang© Colourbox

Nach dem kalten Winter, ist es ein Genuss, den dicken Mantel im Schrank zu lassen und mittags wieder in der Sonne zu sitzen. Doch die ersten sonnigen Tage im Frühling enden für viele mit einem Sonnenbrand. "Nach dem Winter hat die Haut noch keinen Schutz vor der Sonne", betont Professor Thomas Diepgen von der Uni Heidelberg, der den stern.de-Ratgeber Haut als Experte betreut. "Die Leute unterschätzen die Sonne", sagt er.

Vom Vorbräunen im Solarium rät Diepgen allerdings ab. Die Sonnenbank belaste die Haut nur zusätzlich. Die Geräte arbeiten mit UV-A-Strahlung. Die führt zwar zu einer schnellen Bräunung, diese schützt aber kaum vor einem Sonnenbrand.

Hoher Lichtschutzfaktor auch im April

Zehn, maximal fünfzehn Minuten die Sonne voll genießen - das rät der Experte. Diepgen empfiehlt zudem - auch schon im April - Sonnencremes, die mindestens den Lichtschutzfaktor 15 haben. Der experimentell ermittelte Wert hat nämlich einen Haken: Um ihn zu erreichen, müsste man pro Quadratzentimeter Haut zwei Milligramm der Creme auftragen. Ein Erwachsener würde so 30 Gramm Sonnenschutz fürs einmalige Eincremen verwenden, wie die Gesellschaft für Dermopharmazie ermittelt hat. So dick cremt sich fast niemand ein, also ist der tatsächliche Lichtschutzfaktor in der Regel niedriger. " Sonnencreme hilft bei der Vorbeugung gegen Hautkrebs", betont Diepgen, "dies ist insbesondere für den hellen Hautkrebs erwiesen." Optimal sei es, sich kurz vor dem Sonnen einzucremen - und, wenn nötig, auch ein zweites Mal Creme aufzutragen.

Wer Pech hat, dem kann allerdings die Sonnencreme selbst zum Verhängnis werden: Wer unter einer Lichtallergie leidet, entwickelt juckende Bläschen und Quaddeln, wenn auf der Haut Creme und UV-Strahlen zusammentreffen. Fachleute sprechen dann von einer fotoallergischen Reaktion. Zusätzlich gibt es Menschen, deren Haut - gerade im Frühjahr - bereits auf die Strahlung selbst mit Ausschlag reagiert. Frauen sind häufiger von einer Sonnenallergie betroffen als Männer, ingesamt leiden Schätzungen zufolge zehn Prozent der Bevölkerung darunter.

Bei einer fotoallergischen Reaktion bleibt den Betroffenen nur übrig zu testen, welche Pflegeprodukte sie auch im Sommer benutzen können, ohne dass ihre Haut rebelliert. Als Sonnenschutz empfehlen sich dann unter anderem Cremes, die Zinkoxid oder Titandioxid enthalten. Diese Substanzen wirken nicht chemisch, sondern physikalisch: Sie reflektieren die Strahlen.

bub
 
 
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