. .

Ratgeber Haut

Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
Ratgeber Haut
11. März 2009, 15:11 Uhr

Sonnenstudio-Verbot für Jugendliche

Zu viel Sonnen erhöht das Hautkrebsrisiko, daher birgt auch das Solarium Risiken. Viele beginnen schon als Jugendliche, regelmäßig ins Sonnenstudio zu gehen. Das soll sich ändern: Das Bundeskabinett hat ein Sonnenstudio-Verbot bis zum Alter von 18 Jahren beschlossen.

Solarium, Sonnenstudio, Sonnenstudio-Verbot, Hautkrebs

Das Bundeskabinett hat ein Sonnenstudio-Verbot für Jugendliche beschlossen© Jörn Pollex/DDP

Rund 3,5 Millionen erwachsene Solariennutzer haben laut Krebshilfe bereits zwischen 10 und 17 Jahren mit dem künstlichen Bräunen begonnen. Mindestens jeder zehnte Minderjährige folgt nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention diesem Schönheitsideal. "Schon Zwölfjährige, insbesondere Mädchen, bräunen ihre Haut mit Hilfe künstlicher UV-Strahlung", berichtet der Geschäftsführer der Krebshilfe, Gerd Nettekoven. Er mahnt: "Wer unter 30 beginnt, regelmäßig auf die Sonnenbank zu gehen, der erhöht sein Lebenszeit-Risiko für Hautkrebs immerhin um 75 Prozent."

Eckhard Breitbart von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention spricht von "einer richtigen Zeitbombe". Die unsichtbar angelegten Schäden können noch 30 Jahre oder später Hautkrebs auslösen. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 140.000 Menschen neu an dem heimtückischen Leiden, mindestens 22 000 davon am hochgefährlichen Schwarzen Hautkrebs. 3000 Bundesbürger sterben daran im Jahr.

Auch Erwachsene brutzeln sich oft in Hochrisikobereichen der Strahlung. In Hamburg haben 59 von 64 befragten Hautärzten in einem Jahr Patienten mit Verbrennungen durch Solarien behandelt.

Gegen das ebenfalls riskante Schlankheitsideal mit dem Risiko der Magersucht kämpfte die Politik vor allem mit Aufklärung und Selbstverpflichtungen der Modebranche. Gegen grassierenden Alkoholmissbrauch gibt es Aufklärungskampagnen, Verbote - aber auch massive Probleme bei der Umsetzung. Auch beim Thema Solarien fragen Skeptiker, ob das Verbot das richtige Mittel ist und ob es nun auch flächendeckend umgesetzt wird.

Schon während der monatelangen Debatten um das Verbot machten Solarien-Freunde in einschlägigen Blogs Front dagegen. In den USA habe sich nicht viel am Verhalten jugendlicher Bräune-Fans geändert, seitdem in vielen Staaten Sonnenbank-Verbote in Kraft seien, heißt es da. Oder die Studios sollten lieber zu mehr Anleitung für die bessere Handhabung der Geräte gezwungen werden. Ansätze der Freiwilligkeit brachten allerdings in Deutschland keinen Erfolg. Nur rund 300 von etwa 7000 Studios machten bei einer entsprechenden Aktion für mehr Beratung, weniger Strahlung und dem verstärkten Abweisen von Jugendlichen mit.

DPA
 
 
Adobe Flash Player

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind