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Markant ist der Garant - für Steuervermeidung

Finanzminister Schäuble kämpft gegen Multis, die in Deutschland die Steuer aushebeln. Doch auch im Ausland gehen durch Tricksereien deutscher Firmen Steuereinnahmen verloren. Ein Beispiel aus Spanien.

von Andreas Mönnich und Wigbert Löer

  Orangenernte in Spanien. Eine Offenburger Firma hat ein fragwürdiges Geschäftsmodell entwickelt, bei dem durch Verschieben von Gewinnen dem spanischen und deutschen Fiskus seit Jahren Steuereinnahmen durch die Lappen geganen sind.

Orangenernte in Spanien. Eine Offenburger Firma hat ein fragwürdiges Geschäftsmodell entwickelt, bei dem durch Verschieben von Gewinnen dem spanischen und deutschen Fiskus seit Jahren Steuereinnahmen durch die Lappen geganen sind.

Von:

und Andreas Mönnich

Entschlossen gibt sich Wolfgang Schäuble, wenn es um Steuertricks von Unternehmen geht. Der Bundesfinanzminister mag es nicht, wenn am Staat vorbei gewertschöpft wird. Er wolle die "Erosion der Steuerbasis" etwa durch E-Commerce verhindern, drohte Schäuble bereits in der "Tagesschau" und hat sich inzwischen an die Spitze der internationalen Initiative gegen Steuerverlagerungen gesetzt. Das klingt gut.

Macht der Minister Ernst, kann er gleich mal in seiner badischen Heimat anfangen. In Offenburg sitzt eine GmbH, die mit nur vier Mitarbeitern seit fast zwei Jahrzehnten einen gewaltigen Umsatz macht - im Jahr 2010 etwa 145 Millionen Euro. "Iberiana Frucht" heißt die Firma, sie führt jährlich rund 7000 Lkws voll Gemüse und Südfrüchte nach Deutschland ein und beliefert unter anderem Lidl, Tengelmann und Kaufland. Der Gewinn, den die vier Offenburger Mitarbeiter 2010 erzielten: 5,1 Millionen Euro.

Wertschöpfung ohne Einnahmen

Möglich ist dieser Traum eines jeden Geschäftsführers allerdings nur, weil für den Umsatz auch 25 Spanier schuften. Die sind in Valencia angestellt, bei der Iberiana Frucht S.A. - einer 100-prozentigen Tochter der deutschen GmbH.

Das mag gut für die 25 Mitarbeiter sein, sie haben anders als viele Spanier einen Job. Ihr Land aber, in dem Schulgebäude verfallen, weil in Zeiten der Krise Steuergelder fehlen, hat nicht viel von ihrer Arbeit: Für spanische Finanzbeamte war über Jahre bei der Iberiana Frucht S.A. wenig zu holen.

Durchaus geschickt lässt sich die deutsche Iberiana nämlich alle Daten für getätigte Warengeschäfte von den spanischen Kollegen per Mail zuschicken. In Offenburg werden dann offizielle Verkaufsrechnungen an die Supermarktketten geschrieben und die Zahlungen an die Obst- und Gemüselieferanten in Spanien veranlasst. So handelt ein Orangenbauer an der Costa Blanca zwar in Wirklichkeit mit der spanischen Iberiana. Offiziell aber ist er mit der kleinen GmbH aus Baden im Geschäft.

Steuerbehörden gucken in die Röhre

Spanische Orangen zu kaufen, hilft also im vorliegenden Fall keineswegs Spanien. Ebenfalls ärgerlich: Auch das Finanzamt Offenburg kann sich nicht über die dicken Gewinne der Iberiana Frucht GmbH freuen. Die Firma gehört nämlich ihrerseits der Markant, einer Aktiengesellschaft in der Schweiz. Und mit den Millionen ihrer Offenburger Tochter gleicht die Mutter Markant die Verluste anderer Tochterfirmen aus. "Freier, fairer Wettbewerb - Markant ist der Garant", lautet das Motto der Firma. Die Wirklichkeit sieht wohl anders aus.

Die aggressiven Methoden zur Steuervermeidung, die Großkonzerne wie Apple, Amazon, Google oder auch die Kaffeehaus-Kette Starbucks anwenden - sie funktionieren bislang wunderbar auch bei einem kleinen Offenburger Obsthändler.

Allerdings führten die spanischen Steuerbehörden jüngst aufgrund einer anonymen Anzeige eine unangemeldete Betriebsprüfung bei der Iberiana S.A. durch. Laut Franz-Friedrich Müller, dem Geschäftsführer der Schweizer Mutterfirma Markant AG ist "diese Angelegenheit mit den spanischen Finanzbehörden geklärt". Mit dem Ergebnis, dass wohl in Zukunft mehr Steuern im Land bleiben werden.

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