Kinder, die mehrmals pro Woche Hamburger und ähnliches Fast Food essen, leiden häufiger an Asthma. Das berichten Forscher der Uni Ulm. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Hamburger und Fritten die Krankheit auslösen.

Wenn häufig Fast Food auf den Tisch kommt, ist das ein Zeichen für einen generell ungesunden Lebensstil© Colourbox
Wissenschaftler der Universität Ulm haben ermittelt, dass Kinder deutlich häufiger an Asthma leiden, wenn sie mehrmals in der Woche Hamburger und ähnliches Fast Food essen. Hamburger und gezuckerte Getränke an sich seien wohl kein unmittelbarer Grund für die Atemwegserkrankung, betonten die Forscher in der Untersuchung, die im Fachblatt "Thorax" veröffentlicht wurde. Aber sie seien ein Hinweis auf ein größeres Bündel an Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, die Asthma begünstigten.
Die Wissenschaftlerin Gabriele Nagel und ihre Kollegen werteten über zehn Jahre gesammelte Angaben von 50.000 Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren aus 20 verschiedenen Ländern aus. Die Eltern sollten beschreiben, was ihr Kind isst und ob es Asthma oder schwere Atembeschwerden habe. Hier zeigte sich auch: Kinder, die viel Obst, Gemüse und Fisch aßen, litten seltener unter der Atemwegserkrankung. Ob ein Kind oft oder selten Fleisch auf den Teller bekam, wirkte sich nicht auf die Krankheitshäufigkeit aus. Drei oder mehr Fast-Food-Tage pro Woche waren mit einem höheren Risiko verbunden.
Asthma zählt zu den häufigsten chronischen Krankheit bei Kindern. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden weltweit rund 300 Millionen Menschen an der Atemwegserkrankung, etwa 250.000 Menschen sterben jährlich daran.