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Ratgeber Kinderkrankheiten

17. März 2009, 14:16 Uhr

Jedes vierte Kind ist chronisch krank

Neurodermitis, Asthma, Migräne: In Deutschland leiden 25 Prozent der Kinder unter sechs Jahren an einer chronischen Krankheit. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage. Ein weiteres: Bei der Gesundheit zeigt sich einer klarer Unterschied zwischen Stadt und Land.

Kindergesundheit, chronische Krankheiten, Allergie, Neurodermitis

Kinder in ländlichen Gegenden leiden laut Umfrage seltener an chronischen Krankheiten© Marco Hadem/DPA

28 Prozent der befragten Eltern gaben an, dass ihr Kind unter einer chronischen Krankheit leidet - am häufigsten ist demnach Neurodermitis (14 Prozent), gefolgt von Heuschnupfen (5 Prozent), Asthma (3 Prozent) sowie Kopfschmerzen oder Migräne (3 Prozent). Zwei Prozent der Eltern gaben an, ihr Kind litte unter Epilepsie, je ein Prozent nannte Zöliakie (Gluten-Unverträglichkeit), Rheuma oder Diabetes.

Dabei litten Kinder in ländlicher Umgebung deutlich seltener an chronischen Beschwerden als Kinder in größeren Städten. In Großstädten seien lediglich 65 Prozent der Kinder beschwerdefrei, in kleineren Orten seien es 83 Prozent. Im Auftrag von DAK und der Zeitschrift Eltern hatte Forsa insgesamt 1008 Personen mit mindestens einem Kind bis sechs Jahre befragt.

Danach fürchten Eltern das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom AD(H)S am meisten. Auffallend sei dabei ein starkes Nord-Süd-Gefälle: Während mehr als die Hälfte der Befragten aus Süddeutschland Angst hat, bei ihrem Kind könnte AD(H)S diagnostiziert werden, sind es im Norden nur 32 Prozent. Eine Dramatisierung des Themas sei ebenso wenig angebracht, wie mangelnde Wachsamkeit, sagte DAK-Experte Horst Bölle. "Die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren, die medikamentös behandelt werden, ist in den letzten zwei Jahren allerdings um fast 22 Prozent gestiegen. Das sehen wir mit Sorge", sagt Bölle.

Hausmittel gegen Infektionskrankheiten sind nach dem Ergebnis der Studie bei jungen Eltern immer noch beliebt. Vor allem viele Mütter (68 Prozent) behandeln ihre Kinder am liebsten ohne ärztliche Hilfe. Dabei kommen vor allem Kräuter und andere Inhalations-Mittel zum Einsatz, gefolgt von Wickeln und Kompressen, Heilkost, Bädern und Heiltees.

DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
gmathol (18.03.2009, 08:43 Uhr)
Die Convenient Gesellschaft und ihre Produkte...
...dazu die freigesetzen taeglichen Umweltgifte z. B. Verbrennungsmotor fuehren sogar letztendlich zur totalen Zeugungsunfaehigkeit.
Das die Atemwegserkrankungen sehr stark zugenommen haben verwundert nicht, es gibt immer mehr Menschen die gesund leben und trotzdem ein hohes Risiko fuer Lungenkrebs haben. Es war daher richtig die Russfilter fuer Diesel einzufuehren - trotzdem gaebe es noch so unendlich viel zu tun, aber wir geben das Geld lieber in Afghanistan aus um Menschen zu jagen die uns nie was getan haben.
Blacky007 (17.03.2009, 15:38 Uhr)
Das Ergebnis vom Einsatz chemischer Mittel
Wenn ich Werbung für Putzmittel und Haushaltsreiniger sehe und die ganzen vollmundigen Versprechen derselben, von wegen "DER Bakterienkiller", "lässt Bakterien keine Überlebenschance" und all diesen saglosen Blödsinn, dann wundert es mich nicht, dass die Menschen immer anfälliger werden.
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Da wird auf Teufel komm raus jede Mikrobakterie gekillt und dem Körper jede Chance genommen Antikörper zu entwickeln.
-Denke, dass genau das den Unterscheid zwischen Land und Stadt macht und warum Menschen auf dem Land weniger anfällig sind. Am Land gibt es naturbedingt weit mehr Bakterien durch Vieh und Landwirtschaft und die heranwachsenden Körper können sich mit diesen Bakterien vertraut machen.
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Erst letztend im Park habe ich eine Mutter gesehen, die völlig hysterisch reagierte, als ihr Kleines Erde in den Mund schaufelte. Mein Gott - wir haben in den 60ern auch alles in den Mund genommen - NA UND? Deswegen ist kein einziger gestoren oder hat gesundheitliche Schäden erfahren.
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In ärmeren Ländrn wie Südamerika sid Allergieen nicht ansatzweise so verbreitet wie bei uns - warum wohl?
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