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16. August 2007, 14:09 Uhr

Wenn der Mangel quält

Kinder aus ärmeren Verhältnissen leiden häufiger unter Migräne. Schuld sind vermehrter Stress und fehlende soziale Unterstützung.

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© Gero Breloer/Picture-Alliance/DPA

Nach Angaben von Medizinern erkranken arme Kinder häufiger an Migräne als ihre Altersgenossen aus wohlhabenderen Familien. Entsprechende Ergebnisse einer amerikanischen Studie könnten auch auf Deutschland übertragen werden, sagte Astrid Gendolla, Leiterin der Kopfschmerzambulanz an der Universitätsklinik Essen.

Die Ursache liege häufig in den Alltagsgewohnheiten: Falsche Ernährung, sozialer Stress, wenig Bewegung sowie Reizüberflutung durch Computerspiele und Fernsehen könnten die Auslöser sein, erläuterte die Ärztin anlässlich eines Migräne-Symposiums am Donnerstag in Düsseldorf.

Die Migräne-Symptome von Kindern würden in sozial benachteiligten Familien häufig nicht ernst genommen. "In der Folge werden Arztbesuche und Angebote zur Vorsorge sowie Beratung nur unzureichend wahrgenommen", sagte Gendolla. Dabei gebe es neben den Kopfschmerzattacken typische Anzeichen: Die Kinder seien auffallend blass und klagten über Bauchschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Hinzu kämen Appetitlosigkeit und starke Müdigkeit.

Gerade im Kinder- und Jugendalter könne die Krankheit oft allein durch eine Änderung der Lebensgewohnheiten erfolgreich gelindert werden. "Hilfreich sind bestimmte Entspannungsverfahren, individuelle Ernährungsumstellung, ausreichend Bewegung und ein regelmäßiger Schlafrhythmus", sagte die Ärztin.

DPA

 
 
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