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6. November 2008, 14:49 Uhr

Was Migräne mit Brustkrebs zu tun hat

Frauen mit Migräne haben ein deutlich geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Die Wahrscheinlichkeit für den Tumor sinkt bei ihnen im Vergleich zu Frauen ohne Kopfschmerzen um 30 Prozent. Verantwortlich sind möglicherweise alte Bekannte: die Hormone.

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Migräne quält viele Frauen - und schützt sie wahrscheinlich vor Brustkrebs© Colourbox.com

"Migräne scheint insofern eine hormonelle Komponente zu haben, als sie häufiger bei Frauen als bei Männern auftritt", erläutert Christopher I. Li vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle im Fachblatt "Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention". "Auch werden einige bekannte Auslöser mit Hormonen assoziiert." So verändert sich das Auftreten der Anfälle etwa mit den monatlichen Hormonschwankungen oder mit einer Schwangerschaft.

Das Krebsrisiko sinkt

In ihrer Untersuchung analysierten Li und seine Kollegen die Daten von insgesamt 3.412 Frauen, die an zwei Studien teilgenommen hatten. 1.938 der Probandinnen waren Brustkrebspatientinnen, 1.474 nicht. Über Migräne hatten die Frauen selbst berichtet; in die Analyse gingen dabei nur diejenigen Fälle ein, in denen ein Arzt oder andere Gesundheitsspezialisten die Diagnosen für die Krankheiten gestellt hatten.

"Wir fanden, dass insgesamt Frauen mit einer Krankheitsgeschichte mit Migräne verglichen mit Frauen ohne eine Krankheitsgeschichte mit diesem Kopfschmerz ein 30 Prozent niedrigeres Risiko für Brustkrebs hatten", sagt Li. Das gilt vor allem für Brustkrebsarten, die sehr häufig auftreten und bei denen die Ärzte bestimmte Rezeptoren nachweisen können.

Vollkommen verstanden haben die Mediziner die Mechanismen hinter dem Zusammenhang noch nicht. Sie vermuten jedoch, dass Hormonschwankungen eine Rolle spielen und sehen darin neue mögliche Ansatzpunkte - etwa, um das Brustkrebsrisiko künftig besser zu bestimmen oder auch um die Biologie dieses Krebses weiter zu erforschen.

Cornelia Dick-Pfaff, WSA

 
 
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