Hormone und Stress sind die häufigsten Auslöser von Migräne. Das berichtet die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft unter Berufung auf eine große amerikanische Studie, bei der 1.750 Migränepatienten Angaben zu ihren Schmerzattacken machten. Drei von vier Betroffenen konnten bestimmte Faktoren benennen, die bei ihnen Migräne auslösen.

Arbeitsstress und Hormonspiegel - beide sind verantwortlich für Migräneattacken© Clolourbox.com
In der Studie des Kopfschmerz-Zentrums Atlanta benannten 76 Prozent der Befragten durchschnittlich sechs bis sieben Triggerfaktoren. Bei 40 Prozent der Befragten spielten solche Auslöser gelegentlich eine Rolle, bei 27 Prozent häufig und bei neun Prozent sehr häufig. Bei manchen Patienten reichte schon eine Stresssituation aus, um eine Migräneattacke auszulösen. Bei anderen mussten mehrere Faktoren zusammentreffen, etwa Änderungen im Schlaf-Wachrhythmus, Alkoholgenuss oder ein Wetterwechsel. Mit Abstand die häufigsten Migräneauslöser waren Stress und bei Frauen Hormonschwankungen. Auch Hunger spielte bei vielen Patienten eine Rolle.
Zwar berücksichtigte die Studie nur Patienten eines bestimmten Kopfschmerzzentrums, aber die Triggerfaktoren decken sich den Angaben zufolge weitgehend mit den Daten anderer Untersuchungen. Falls Patienten ihre Auslöser nicht kennen, empfehlen Experten, ein Schmerztagebuch zu führen und darin alle Auffälligkeiten und Hinweise auf mögliche Einflussfaktoren einzutragen. Sind die Triggerfaktoren einmal erkannt, könnten einige davon entweder vermieden oder verhaltenstherapeutisch behandelt werden.