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6. November 2007, 15:22 Uhr

Hirnstamm steuert Migräne

Ein bestimmtes Areal im Gehirn steuert die Kopfschmerz-Attacken. Das fanden Hamburger Neurologen in einer Studie heraus. Sie hoffen nun auf noch bessere Therapien, mit denen sich die Migräne zielgerichteter behandeln lässt.

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© Colourbox

An der Entstehung von Migräne ist der Hirnstamm entscheidend beteiligt. Ein bestimmtes Areal dieser Hirnregion steuert Beginn und Dauer eines Migräne-Anfalls, wie Mediziner der Neurologischen Universitätsklinik Hamburg in Untersuchungen mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) nachwiesen.

Mit der neuen Erkenntnis hoffen die Forscher, diese Art von Kopfschmerzen künftig zielgerichteter behandeln zu können. Acht Millionen Menschen leiden bundesweit unter Migräne. Bislang war die genaue Ursache der Schmerzen unklar.

Die Hamburger Studie ergab nach Angaben der Migräneliga, dass ein Schmerzimpuls aus dem Hirnstamm die Attacke einleitet. Daraufhin erweitern sich die Blutgefäße, und die Gefäßwände werden durchlässiger. Dadurch tritt Flüssigkeit in das umliegende Gewebe aus. Die folgende Schwellung reizt die Nervenfasern der Gefäßwand und führt zu den typischen pulsierenden Schmerzen.

Mit Blick auf die medikamentöse Therapie betont Untersuchungsleiter Arne May, dass die unterschiedlichen Triptane nicht bei allen Patienten gleich gut wirken. Aber wenn ein Präparat aus dieser Substanzklasse nicht helfe, könne oft ein anderes Triptan die Beschwerden lindern.

Zudem sollten Patienten auch andere nicht pharmakologische Verfahren ausprobieren, etwa Biofeedback, Muskelentspannung, Akupunktur oder Homöopathie. "Migräne ist eine Krankheit mit so vielen Gesichtern, dass es im Vorfeld schwer einzuschätzen ist, bei welchen Patienten welche Behandlung am besten ist", betont May. Über das Führen eines Tagebuches sollten Betroffene die Auslöser einer Attacke erkennen und nach Möglichkeit vermeiden.

AP

 
 
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