Es ist schwierig, einen Kopfschmerz, der durch Schmerzmittel verursacht wird, von dem ursprünglich vorhandenen Kopfchmerz zu unterscheiden: Die Symptome sind relativ ähnlich. Zudem wechseln Kopfschmerzen, die durch Medikamente entstehen, oft zwischen dem Symptombild der Migräne und dem des Spannungs-Kopfschmerzes hin und her. Auch Mischformen sind möglich. Es schmerzt kontinuierlich stärker und häufiger, bis ein täglicher Dauerkopfschmerz entsteht.
Ob Sie schon einen Schmerzmittel-induzierten Kopfschmerz haben oder noch einen natürlich bedingten, lasst sich häufig schlecht auseinanderhalten. Haben Sie schon jahrelang regelmäßig hohe Dosen Schmerzmittel eingenommen, haben Sie ein hohes Risiko, dass Ihre Kopfschmerzen von den Medikamenten herrühren.
Etwa 80 Prozent der Betroffenen entwickeln nach mehreren Jahren einen täglichen Dauerkopfschmerz, der sie vom Aufwachen bis zum Schlafengehen begleitet. In vielen Fällen führt der Medikamentenmissbrauch zusätzlich zu Magenproblemen, Blutarmut sowie Nieren- oder Nervenschäden.
Fachleute können solche Patienten, die Schmerzmittel seit Jahren missbrauchen, deshalb oft schnell erkennen: Die Menschen sehen häufig bleich aus, ihr Gesicht wirkt fahl, graue Augenränder verstärken den Eindruck. Die Lippen erscheinen blass, die Haut welk. Für eine sichere Diagnose reicht dieses äußere Erscheinungsbild aber keinesfalls aus.