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Die stechende Pein ist kaum auszuhalten

Therapie

Menschen mit Cluster-Kopfschmerzen wissen, dass der glühende Schmerz innerhalb von Minuten sehr stark anwachsen kann. In einem solchen akuten Anfall verspüren die Betroffenen nur noch einen Wunsch: Die Qual möge aufhören. Während andere Kopfschmerz-Geplagte es mit Ruhe und Entspannung probieren können, brauchen Menschen mit Cluster-Kopfschmerzen die Hilfe der modernen Medizin. Hausmittel bringen nichts.

Für den akuten Anfall stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Sauerstoff: Inhalieren die Schmerz-Geplagten für zehn Minuten reinen Sauerstoff, geht es ihnen bereits nach einigen Minuten deutlich besser. Es gibt spezielle Flaschen mit Sauerstoff samt Atemmaske, die für zu Hause gedacht sind sowie kleinere Geräte für unterwegs. Der Sauerstoff hat keine Nebenwirkungen.
  • Sumatriptan: Das Medikament setzen Mediziner auch erfolgreich gegen Migräne ein; es ist verschreibungspflichtig. Spritzen die Betroffenen die Arznei mit einem Stift direkt unter die Haut, entfaltet sie ihre Wirkung am schnellsten. Sumatriptan gibt es aber auch als Nasenspray. Die Wirkung tritt spätestens nach 15 Minuten ein. Fast drei Viertel der Betroffenen sind dann schmerzfrei.

Vorbeugen ist besser als eine Notfall-Therapie. Zur Prophylaxe sind folgende Medikamente geeignet:

  • Verapamil: Diese Substanz kann die Schmerzen während einer Clusterperiode verhindern, wird sie in diesem Zeitraum täglich eingenommen. Zwei Dritteln aller Betroffenen kann damit geholfen werden. Abhängigkeiten riskiert niemand.
  • Kortison: Wenn Verapamil nicht anschlägt, kann Kortison eine Alternative sein. Das ist allerdings nicht ganz ungefährlich. Zwar wirkt das Medikament bei fast jedem Patienten sehr effektiv, es hat aber starke Nebenwirkungen, wenn es längere Zeit eingenommen wird. Denn Kortison muss in so hohen Dosen verabreicht werden, dass es zu Nervosität, Schwindel, Schlafstörungen oder Wassereinlagerungen im Gewebe kommen kann.
  • Lithium, Topiramat: Diese Medikamente sind besser verträglich. Sie zählen zwar nicht zu den Mitteln erster Wahl, haben langfristig aber deutlich weniger Nebenwirkungen.
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