Teenager mit chronischen Kopfschmerzen sind häufiger suizid-gefährdet als andere Jugendliche. Besonders Migräne-Kids sind gefährdet. Sie scheinen zudem anfälliger für psychische Erkrankungen zu sein.

Auch Kinder leiden bereits unter Depressionen und Migräne© Colourbox.com
Forscher aus Taiwan untersuchten 7.900 Jugendliche im Alter von zwölf bis 14 Jahren. Mit einem Fragebogen ermittelten die Wissenschaftler, welche der Kinder von Kopfschmerzen betroffen waren. Chronische Beschwerden hatten 121 der Untersuchten. Bei fast der Hälfte der Kinder mit chronischen Kopfschmerzen stellten die Neurologen eine psychische Störung fest. 20 Prozent litten unter schweren Depressionen, weitere 20 Prozent hatten eine Angststörung. Jedes fünfte Kind war zudem suizidgefährdet.
Der Studie zufolge haben Migränekinder am häufigsten psychische Störungen. Kündigt sich die Attacke mit einer Aura an, verdoppelt sich das Risiko für seelische Probleme und die Suizid-Gefahr erhöht sich sogar um das Sechsfache.
"Teenager mit chronischen Kopfschmerzen sollten deshalb auch auf psychische Probleme untersucht werden, damit sie die Behandlung und Hilfe bekommen, die sie benötigen", sagt Shuu-Jiun Wang vom Taipei Veterans General Hospital, einer der Studienautoren.
Constanze Löffler