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Hilfe jenseits der Schulmedizin

Heilkräuter

Die Apotheke der Natur hält einige Substanzen bereit, die nützlich sind und ihren Platz im Medizin-Schränkchen verdienen. Denn fast jede Pflanze enthält Wirkstoffe, die dem menschlichen Organismus helfen können, lebenswichtige Prozesse zu stabilisieren oder gar aufrecht zu erhalten. Aber Vorsicht: Erstens gibt es auch giftige Pflanzen. Zweitens sind auch Heilkräuter nicht frei von Nebenwirkungen, obwohl sie natürlichen Ursprungs sind. Eine Therapie mit Pflanzen muss daher nicht unbedingt sanft sein. Auch hier gilt der Grundsatz des Arztes Paracelsus: "Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist."

Es gibt eine Reihe verschiedener pflanzlicher Stoffe, die bei Kopfschmerzen vielleicht hilfreich sein könnten.

  • Mutterkraut: Extrakte dieser Pflanze scheinen Migräne-Attacken gut vorbeugen zu können. Allerdings ist die Wirkung nicht zweifelsfrei erwiesen. Empfohlen wird eine Dosierung von dreimal 125 Milligramm täglich.
  • Baldrian, Melisse und Hopfen: Diese Heilmittel der Natur machen müde. Schlaf wirkt beruhigend und lindert die Kopfschmerzen.
  • Artischocken: Die Pflanze steht in dem Ruf, einen Alkohol-Kater bekämpfen zu können. Dies konnten wissenschaftliche Studien allerdings nicht belegen. Die Bitterstoffe fördern aber den Leber-Stoffwechsel und gleichen Verdauungsstörungen aus.
  • Pfefferminzöl: Die äußere Anwendung hat sich bei Spannungs-Kopfschmerzen sehr bewährt.
  • Johanniskraut: Dieses allgemein beliebte Hausmittel hebt die Laune, weil es den Abbau der Glücksbotenstoffe Serotonin, Noradrenalin und Dopamin hemmt. Daher könnte eine Johanniskraut-Kur vor allem solchen Menschen helfen, die von chronischen Spannungs-Kopfschmerzen geplagt und gleichzeitig depressiv sind. Der Teufelskreis aus Stress, depressiver Verstimmung, Schmerz und weiterem Stress kann so eventuell unterbrochen werden.
 
 
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