Bei der Neuraltherapie spritzt der Arzt örtliche Betäubungsmittel in die Nähe von Nerven oder ins Gewebe. Das soll die Erregung der Nerven herabsetzen, so dass der Regelkreis aus Reiz und Kopfschmerz unterbrochen wird. Bei Migräne injiziert der Arzt am Gesichtsnerv, aber auch an Akupunktur-Punkten. Manche Therapeuten spritzen auch Betäubungsmittel in das Gewebe über dem Schambein-Knochen, weil der Unterleib als Störfeld bei der Migräne gilt.
Der Erfolg der Neuraltherapie bei Kopfschmerzen ist wissenschaftlich nicht eindeutig bewiesen. Die Methode wird bei Spannungs-Kopfschmerzen angewandt und zeigt gelegentlich auch bei Migräne Erfolge. Allerdings ist die Behandlung nicht ohne Risiko. Empfindliche Menschen können auf das Betäubungsmittel mit Schwindel und Benommenheit reagieren, vor allem bei großen Mengen. Nur erfahrene Ärzte sollten diese Behandlung durchführen, da Gefäße oder Nerven verletzt werden können.