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Vertreter aus fast 200 Ländern beraten auf der UN-Artenschutzkonferenz im japanischen Nagoya über Maßnahmen gegen Biopiraterie. Kommt hier kein Abkommen zustande, könnte dies auch fatale Folgen für den Artenschutz haben.
Im Gemüsegarten der Welt: Mit ihrem grünen Kunstwerk protestiert Ines Doujak mit viel hintergründigem Witz gegenfortschreitende globale Monokulturisierung und Biopiraterie.
Laut Recherchen der Umweltorganisation Greenpeace hat die Firma Mosanto Patente auf Kekse und Teig einer traditionellen indischen Weizensorte erhalten. Sogar die Pflanze selbst wurde patentiert.
Wer die Ressourcen eines Landes nutzt, sollte dafür bezahlen. Nur ein frommer Wunsch oder ein umsetzbarer Gedanke? Biopiraterie ist nicht nur auf der UN-Artenschutzkonfernz ein Thema. Ein Aktionsbündis reichte kürzlich Beschwerde gegen einen deutschen Pharmahersteller ein. Streitpunkt: eines der am häufigsten verkauften verschreibungspflichtigen Medikamente.
Vögel, Säugetiere und Amphibien: Jede fünfte Wirbeltierart ist mittlerweile vom Aussterben bedroht, wie eine auf der UN-Artenschutzkonferenz in Japan präsentierte Studie zeigt. Doch es gibt auch positive Beispiele.
Das Europäische Patentamt hat ein Patent zum Herstellen des Erkältungsmittels Umckaloabo widerrufen. Das Verfahren des Pharmaunternehmens Schwabe zur Extraktion der Wirkstoffe sei aus patentrechtlicher Sicht keine Erfindung.
In der Adventszeit stellen wir jeden Tag einen Menschen vor, den sein Engagement für andere oder der Umgang mit dem eigenen Schicksal auszeichnet. Heute: Die 30-jährige Lúcia Fernandas Inácio Belfort. Sie ist Brasiliens einzige Indianerin, die sich zur diplomierten Juristin ausbilden lassen konnte. Jetzt will sie das Kulturerbe der Eingeborenen Brasiliens bewahren und erhalten.
Es ging um Naturschutzgebiete, um Biosprit, genmanipulierte Bäume - und um Geld. Auf der UN-Artenschutzkonferenz, an der mehr als 190 Staaten teilnahmen, blieb der große Durchbruch zwar aus. Doch immerhin konnten einige wichtige Fortschritte erzielt werden. Ein Überblick.
Bis zum Abschluss der UN-Artenschutzkonferenz geht es auch ums Geld - denn die Einrichtung von Naturschutzgebieten, der Erhalt von Wäldern und die Forschung zur Artenvielfalt müssen finanziert werden. Dazu wurde in einer Studie erstmals versucht, den Wert der Natur zu beziffern.
Mit zusätzlich einer halben Milliarde Euro jährlich will Deutschland den globalen Schutz der Wälder voranbringen - vor allem die tropischen Regenwälder sollen mithilfe dieses Geldes geschützt werden. Das kündigte Kanzlerin Angela Merkel auf der UN-Artenschutzkonferenz in Bonn an.
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