Die etwa 60.000 Inhaftierten, die zurzeit in über 200 deutschen Justizvollzugsanstalten »ihren Kessel abmachen«, bilden eine
weitgehend in sich geschlossene Sprachgemeinschaft, betonte der Verlag zu der Neuerscheinung. Die Gefangenen hätten sich im Lauf der Jahre ihre eigene Sprache kreiert, um sich von der Außenwelt abzuschotten und möchten auch gar nicht verstanden werden.
Die »knasttypischen« Ausdrücke leiteten sich teilweise von der alten deutschen Gaunersprache, dem Rotwelschen, her. Vor allem kam der Zufluss von Gruppen, die innerhalb der Strafanstalten dominierten oder dominieren: Zuhälter und Prostituierte, Nichtsesshafte, jugendliche Randgruppen und die Drogenszene.
Wilfried Mommert, dpa
Klaus Laubenthal: Lexikon der Knastsprache - Von Affenkotelett bis Zweidrittelgeier
Lexikon Imprint Verlag, Berlin; 224 Seiten, DM 19,80